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China will 1 Million deutsche Fachkräfte anwerben

Weil die Erwerbsbevölkerung in China schrumpft und dringend Fachkräfte gesucht werden, will Peking mindestens eine Million deutsche Facharbeiter anwerben. Die Konditionen sind sehr gut.

PEKING (fna) – China ist zum ersten Mal mit einem Rückgang der Erwerbsbevölkerung konfrontiert, was sich über kurz oder lang auch auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes auswirkt. Ein neues Anwerbeprogramm soll nun für einen Ausgleich sorgen und die Konjunktur befeuern. Auch deutsche Fachkräfte sind im Visier der Wirtschaftsplaner.

Wang Heibing, Leiter der chinesischen Kommission 23, die für die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland zuständig ist, betonte gegenüber der Nachrichtenagentur fna: „Die Deutschen gelten bei uns in China als fleißig, ordentlich und gewissenhaft, deshalb wollen wir mindestens eine Million deutsche Fachkräfte anwerben.“ Man sehe ja aufgrund der statistischen Daten, dass immer mehr Deutsche im Ausland ihr Glück suchen.

„Jedes Jahr wandern hunderttausende Deutsche aus. In die Schweiz, die USA, nach Österreich und in andere Länder, da spielt die Volksrepublik leider noch keine so große Rolle“, erklärt Wang weiter, „doch wir wollen den auswanderungswilligen Deutschen mit guter Ausbildung und Erfahrung ein gutes Angebot machen.“ Neben guten Gehältern (Bauleiter sollen demnach 600.000 Yuan, das sind rund 79.000 Euro, an Einstiegshalt bekommen) auch vergünstigte Wohnungen erhalten. Auch Gratistickets für öffentliche Verkehrsmittel gehören mit zum Paket, genauso wie vorbereitende Sprachkurse, um mindestens auf A2-Niveau zu kommen.

„Wir haben in so vielen wirtschaftlichen Bereichen einen wachsenden Bedarf, dass wir auch die Familien der Facharbeiter zu uns einladen, damit sie sich hier wohlfühlen“, erklärt der Behördenleiter. Angesichts des massiven Frauenmangels in China wolle man weiblichen Fachkräften unter 30 Jahren sogar eine Extra-Prämie von 250.000 Yuan (kapp 33.000 Euro) zahlen, wenn sie mindestens einen Fünf-Jahres-Vertrag unterzeichnen und sich auch auf chinesischen Partnerbörsen registrieren.

Bereits im Laufe dieses Jahres wolle man damit beginnen, Werbung für die Umsiedlung nach China zu machen. Auch von China aufgekaufte deutsche Unternehmen wollen sich daran beteiligen und nicht nur das deutsche Know-How und die deutschen Maschinen nach China mitnehmen, sondern ebenso möglichst viele qualifizierte Mitarbeiter samt Familien.

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3 Kommentare

  1. Siegfried Siegfried 4. März 2019

    Nun ja, früher wurden die Menschen auch schon Schanghait. Ist also Nix Neues.

  2. Berggeist Rübezahl Berggeist Rübezahl 6. März 2019

    Wir könnten doch Merkels Raketenwissenschaftlern aus Syrien und Afghanistan schon heute den deutschen Pass geben (den bekommen sie doch ohnehin in einigen Jahren) und dann hätten die Chinesen endlich Fachkräfte. Und Merkel könnte doch noch als weitsichtige und kluge Führerin in die Geschichtsbücher eingehen.

    • Siegfried Siegfried 8. März 2019

      Ah, Du meinst, „wir schaffen das“ war genau so gemeint?

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