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Grüne verbieten sich selbst die Fliegerei

Nachdem Grünen-Politiker Dieter Janecek den Deutschen nicht mehr als drei Flüge pro Jahr zugestehen will, hat sich seine Partei nun selbst ein Flugverbot auferlegt. Grüne Politiker werden künftig aufs Flugzeug verzichten – oder hohe Strafen zahlen müssen.

BERLIN (fna) – Grünen-Politiker Dieter Janecek, der selbst aus politischen Gründen Vielflieger ist, will den Deutschen dies verwehren bzw. deutlich teurer machen. Wer mehr als drei Mal jährlich fliegt (hin und retour), soll sich Zertifikate von Wenig- und Nichtfliegern kaufen müssen. Nur er selbst sei davon – wie andere Politiker – davon ausgeschlossen. Denn im Gegensatz zu Geschäftsleuten beispielsweise seien die Politikerflüge wichtig.

Doch nun macht ihm der Grüne Bundesvorstand einen Strich durch die Rechnung. „Wir werden bei unserer nächsten Sitzung für sämtliche Mitglieder unserer Partei ein Flugverbot beschließen“, so Parteichef Robert Habeck zur Nachrichtenagentur fna. „Wir können nicht immer nur Wasser predigen und Wein saufen.“ Wer trotzdem fliege, solle für jeden Flug 500 Euro an die Deutsche Umwelthilfe (DUH) spenden müssen – und zwar aus der eigenen Tasche.

Als Alternative schlägt der grüne Spitzenpolitiker vor, seine Parteifreunde sollten den Zeppelin nehmen oder auf Schiffe und Züge ausweichen, um an ihre gewünschten Zieldestinationen zu kommen. „Auch beim Urlaub gilt: warum in die Ferne schweifen, ist das Gute doch so nah“, erklärte er weiter. Man könne doch genauso gut in Nachbarländer verreisen und selbst China sei „mit dem Zug erreichbar“.

„Wir haben die Doppelmoral unserer Parteimitglieder und Abgeordneten zu oft verschwiegen“, beklagt er sich. „Die denken wohl, dass die Abgase ja nichts mit der Feinstaub- und Stickoxidbelastung in den Städten zu tun habe.“ Er verwies auch auf seine Münchner Kollegen, die beispielsweise deutlich öfter mit dem Flieger unterwegs waren als deren Kollegen von SPD, CDU und den anderen Parteien im Stadtrat. „So wie in München geht das nicht mehr.“

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