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Klimaproteste wirken: Wahlalter soll auf 14 gesenkt werden

Last updated on 10. November 2019

Weil die Jugendlichen so viel politisches Engagement zeigen, soll das Wahlalter nicht nur auf 16, sondern sogar auf 14 Jahre herabgesetzt werden. Die Klimaproteste an den Freitagen zeigen Wirkung.

BERLIN (fna) – Erst schlägt Katarina Barley (SPD) die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre vor, nun geht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Unterstützung der Grünen noch weiter und fordert dazu auf, schon Vierzehnjährige wählen zu lassen. „Man muss anerkennen, dass die heutige Jugend so politisch ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr“, so Merkel zur Nachrichtenagentur fna.

„Ich finde das politische Engagement der heutigen Jugend super“, erklärt sie weiter, „die freitäglichen Proteste zeigen, dass sie reif für die Politik sind.“ Deshalb sollten die Jugendlichen schon mit vierzehn Jahren wählen dürfen und das passive Wahlalter auf sechzehn Jahre herabgesetzt werden, fordert die Bundeskanzlerin. „Die Politik braucht die Jugend und auch frische Ideen.“

Bei den Grünen stößt der Vorschlag Merkels auf Zustimmung. „Wir fordern schon seit langer Zeit die Senkung des Wahlalters, da wir gerade bei den Jugendlichen überdurchschnittlich stark abschneiden“, so Grünen-Chef Robert Habeck zur fna. „denn die Jugend weiß, wie wichtig Umweltschutz, humanitäre Militäreinsätze und Minderheitenrechte sind.“ Deshalb werden die Grünen einen solchen Vorstoß zur Wahlaltersenkung „auf jeden Fall aktiv unterstützen.“

Merkel selbst fordert die Bildungsministerien der Länder jedoch dazu auf, das Fach „Politische Bildung“ stärker zu forcieren und bereits „ab der Grundschule dafür zu sorgen, dass die Kinder zu lupenreinen Demokraten erzogen werden.“ Man müsse den Kindern „die Demokratie, die Freiheit und Europa in die Köpfe hämmern, damit sie nicht mehr so anfällig für Nationalismus und Extremismus sind“, pflichtet ihr Habeck bei. „Wer heute den Klimawandel leugnet, leugnet morgen auch den Holocaust.“

Bild: Flickr / Marco Verch CC BY 2.0

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Ein Kommentar

  1. Anonymous Anonymous

    Damit kommen die nicht weit.

    Nur 2,5% der Bevölkerung liegen in der Altersgruppe 15-19. Ca. 17% davon haben keine deutsche Staatsbürgerschaft. Ob die Grün*Innen nun 1% oder 2% mehr Stimmen bekommen – was soll das bringen?

    Das müssen die umgekehrt anpacken. Die Hälfte der Wahlberechtigten sind über 50. Einfach per Verordnung alle ü50 als dement einstufen. Die Stimmzettel diese senilen Tattergreise müssen von einem 14 jährigen Vormund ausgefüllt werden.

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