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Studie: Onlinebestellungen sorgen für mehr Kuckuckskinder

Die Deutschen bestellen immer mehr Dinge online. Damit einher geht auch eine zunehmende Zahl von Kuckuckskindern. Einige Zustellfahrer haben bereits dutzende Kinder.

BERLIN (fna) – Im Onlinehandel werden in Deutschland jährlich mehrere Milliarden Euro umgesetzt. Und das Geschäft wächst. Ob nun Bestellungen bei Amazon und Zalando oder auch die Pizza fürs Abendessen – immer öfter greifen die Deutschen zu den Tasten, um sich Bücher, Bekleidung, Elektrogeräte, Drogen oder Nahrungsmittel zusenden zu lassen, anstelle selbst in die Geschäfte und Restaurants zu gehen.

Doch laut einer neuen Studie sorgt dies auch für einen weiteren Effekt: Die Zahl der Kuckuckskinder nimmt dramatisch zu. „Konnte man in den 1980er und 1990er-Jahren noch davon ausgehen, dass etwa 10 bis 15 Prozent aller Kinder einen biologischen Vater hatten, der nicht der Partner oder Ehemann der Mutter war, so stieg dieser Wert inzwischen auf rund 30 Prozent an“, so Studienleiter Olaf Heinzemann von der Universität Berlin zur Nachrichtenagentur fna. „Hauptgrund dafür ist auch die Zunahme von Onlinebestellungen und damit einhergehend der häufigere Kontakt von Zustellfahrern und Kundinnen.“

„Wir haben in den Kitas im ganzen Bundesgebiet Genproben entnommen und diese mit jenen ihrer gesetzlichen Väter verglichen“, so der Professor weiter, „doch die Ergebnisse waren schockierend. Beinahe jedes dritte Kind konnte unmöglich vom offiziellen Vater abstammen.“ In Nordrhein-Westfalen gab es sogar einen Fall, wo 89 Kinder aus insgesamt 11 Kitas denselben Vater hatten. „Mehrere Mütter gaben schlussendlich zu, mit dem Hermes-Fahrer geschlafen zu haben“, erklärte er. Ein weiterer Paketdienstfahrer soll in Sachsen mindestens 52 Kinder bei gelangweilten Hausfrauen gezeugt haben.

„Besonders kurios war ein Fall in der Lüneburger Heide“, so Professor Heinzemann. Dort hätten sieben Paare in drei Dörfern ein schwarzes Kind bekommen, obwohl die Männer eine Vasektomie durchführen hatten lassen. „Doch niemand nahm daran anstoß, weil man glaubte, dass das ein seltener Nebeneffekt sei, wie man auf einem Bild auf Facebook sah.“ Schlussendlich stellte es sich heraus, dass der neue Fahrer einer Pizzaria der tatsächliche Vater ist. Er stammt ursprünglich aus Ghana.

Der Professor geht davon aus, dass die Zahl der Kuckuckskinder auch in Zukunft weiter stark zunehmen wird. „Immer mehr Geschäfte bieten nun auch eine Hauszustellung an und bereits in wenigen Jahren wird der stationäre Handel eine deutlich geringere Rolle spielen, das heißt auch, dass es immer mehr Zustelldienste geben wird“, erklärte er. Damit könnte der Anteil solcher Kinder bei den Geburten bis zum Jahr 2030 sogar auf bis zu 50 Prozent steigen.

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Ein Kommentar

  1. Siegfried Siegfried 28. März 2019

    Tja, geliefert wie bestellt.

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