Maas: „Christen müssen mit Anschlägen leben

Maas: „Christen müssen mit Anschlägen leben

Nach den Terrorangriffen auf Christen in Sri Lanka betonte Bundesaußenminister Heiko Maas, dass die Christen mit solchen Anschlägen leben müssten.

BERLIN (fna) – Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) äußerte Trauer für die 290 Toten und fast 500 Verletzten, die das Resultat einer Anschlagsserie auf Sri Lanka waren, dennoch macht er Einschränkungen. „Wir Christen müssen eben mit Anschlägen leben“, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur fna, „denn wir Christen haben auch viele Muslime auf dem Gewissen.“

Indirekt übte der Sozialdemokrat so auch Kritik am „Krieg gegen den Terror“, der vor allem von den Vereinigten Staaten von Amerika geführt und von den NATO-Staaten unterstützt wird. „Wir geben jährlich zig Milliarden Euro für Bomben und Raketen aus, die auf muslimische Länder regnen und jährlich zigtausende Menschenleben kosten, da dürfen wir uns nicht wundern, wenn muslimische Extremisten zurückschlagen.“

Man dürfe nicht vergessen, dass „auch die Bibel das Prinzip Auge um Auge, Zahn um Zahn“ kenne, so der Außenminister weiter. „Und nach dem islamophoben Anschlag von Christchurch ist eine solche Revanche aus Sicht der Täter nur verständlich.“ Das müsse man auch verstehen.

Die Welt sei „gefährlicher geworden“, konstatiert der frühere Justizminister, „deshalb sollte man nur noch mit kugelsicherer Weste und Schutzhelm den Gottesdienst besuchen – egal ob als Jude, Christ oder Muslim.“ Damit mache man es den Attentätern schwerer, eine große Anzahl an Menschen zu töten, „während wir weiterhin unsere amerikanischen Freunde dabei unterstützen können, möglichst viele Muslime in Nordafrika und dem Nahen Osten mit unseren High-Tech-Waffen zu töten und so fleißig neue Extremisten heranzuzüchten.“

Bild: Flickr / EU2017EE Estonian Presidency / Arno Mikkor

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3 thoughts on “Maas: „Christen müssen mit Anschlägen leben

  1. Habe noch nie viel von den politischen Qualitäten von Herrn Maas gehalten. Aber diese sinnfreie Aussage disqualifiziert ihn endgültig. Um sich selbst einen Gefallen zu tun, sollte er sich aus der Politik verabschieden. Ist nicht sein Geschäft!

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  2. Sinngemäß der Aussage von Herrn Maas ist Auge um Auge, Zahn um Zahn also in Ordnung.

    Na dann dürfen wir jetzt also auch einfach so Andersgläubige töten, wenn aus deren Glaubensrichtung Christen getötet wurden.

    Herr Maas ist ein Paradebeispiel dafür, dass man ohne jegliche Verwendung einer Gehirnzelle Minister werden kann.

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  3. Sonst sind unsere Oberen immer fleißig zu sagen, dass wir auf den Werten von Aufklärung und des Humanismus aufbauen (z.B. so markant in G. Schröders Rede zum A380-Jungfernflug), und der Einfluß der Religion glücklicherweise zurückgedrängt wurde. Aber wenn ein Sündenbock gesucht wird wird der Westen schnell zum „christlichen“ Westen, der den „Krieg gegen den Terror“ angefangen hat. Und wenn es aus der Sicht von Maas verständlich ist, wenn Muslime so auf die Bomben im Irak, Yemen, etc. reagieren, warum wäre es dann nicht verständlich, dass der Attentäter von Neuseeland einfach nur auf die vielen im Namen des islam begangenen Terrorakte reagierte? Vollkommen inkonsistent und zudem eine Einladung zu weiteren Attentaten.

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