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Facebook im Löschwahn

In den letzten Tagen löschte Facebook aus fadenscheinigen Gründen die Konten unserer Administratoren. Eine politische Säuberung geht durchs Land.

Schrittweise werden offenbar die Facebook-Accounts von Administratoren alternativer Medien deaktiviert. Die beiden Haupt-Administratoren des „Contra Magazins“ und des „Berliner Express“ erwischte es vor einer Woche, die Neben-Administratoren vor wenigen Stunden.

Das Resultat: Die Facebook-Seite des „Berliner Express“ ist nun komplett weg, jene des „Contra Magazins“ nur noch aufgrund der Existenz eines Moderatorenaccounts vorhanden. Doch auch hier stellt sich die Frage, wie lange dies noch der Fall sein wird.

Interessanterweise geht man nicht direkt gegen die Facebook-Seiten vor, indem man sie (wie in der letzten Zeit vor allem bei US-Seiten geschehen) löscht, sondern nutzt die Sperre von Administratoren zur Erreichung dieses Ziels. Das wirkt weniger wie eine politische Säuberung, sondern kann mit angeblichen „Regelverstößen“ begründet werden.

In unserem Falle wurde eine Identitätsprüfung angefordert. Die Fotos von unseren Ausweisen wurden eingereicht, doch bislang wurden unsere (langjährig genutzten) Facebook-Accounts noch nicht freigegeben. Kundendienstunterstützung darf man sich von dem amerikanischen Internetkonzern allerdings auch nicht erwarten.

Doch die Sperren erfolgten nur kurz vor der Europawahl – ist das ein Zufall oder eine gezielte Maßnahme?

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Wir repositionieren derzeit den „Berliner Express“, der künftig anstelle von Satire vor allem auf Deutschland bezogene Nachrichten, Meldungen und Informationen liefern wird.

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Ein Kommentar

  1. Siegfried Siegfried 22. Mai 2019

    Ich denke nicht, dass das eine politische Säuberung im klassischen Sinn ist. Wahrscheinlicher ist, dass das mit den neuen Regeln zum Urheberschutz, zum Datenschutz und dergleichen zusammenhängt. Wir merken jetzt langsam die Folgen davon. Es ist nur natürlich, dass Firmen Alles löschen oder entfernen, was auch nur die leiseste Chance hat, die Firma Millionen von Euros an Strafgeldern zu kosten. Dass dies wiederum in Interesse der Konservativen und Rechtsextremen ist, ist wieder eine andere Sache.

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