Nach der Europawahl hat die CDU-Nachwuchsorganisation Junge Union ihre Partei vor inhaltlichen Zugeständnissen an die SPD gewarnt.

Wie es mit der Großen Koalition weitergehe, würden die nächsten Tage entscheiden, sagte JU-Chef Tilman Kuban dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Allerdings kann es nicht sein, dass wir nun noch mehr SPD-Themen durchwinken, um die Koalition auf Gedeih und Verderb zusammenzuhalten.“

Dies gelte zum Beispiel für die Grundrente. „Die Junge Union hat da eine klare Position: Wir wollen die Grundrente nicht, weil die junge Generation sie zahlen muss“, sagte Kuban.

Der CDU mit ihrer Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer warf Kuban schwere inhaltliche Versäumnisse und kommunikative Fehler vor. „Es war ein Fehler, Leute, die für Umweltschutz oder wegen des Urheberrechts auf die Straße gehen, als gekauft oder als Bots zu bezeichnen“, sagte Kuban.

„Und auf Youtube-Videos muss man sofort antworten – in angemessener Form und nicht mit einer elfseitigen Hausarbeit. Man muss Kanäle schaffen, um zu erklären, was man anders sieht. Man sollte aber auch selbstkritisch einräumen, wenn man etwas versäumt hat. Und wenn man Dinge ankündigt, sollte man sie vor allem auch machen“, sagte Kuban dem „RND“ in Anspielung auf die Debatte um ein CDU-kritisches Youtube-Video, welches millionfach aufgerufen worden war.

Die CDU müsse offenkundig aktuelle Themen wie den Klimaschutz aufgreifen, aber auch selbst vermehrt Themen setzen, so der JU-Chef. Der Wahlerfolg von Sebastian Kurz in Österreich habe gezeigt, dass steuerliche Entlastungen beim Wähler gut ankämen: „Das sollten wir zum Thema machen und wieder lernen zu begeistern“, so Kuban.

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