Der niederländische Staatssekretär für Gesundheit fordert deutlich höhere Zigarettenpreise in der EU. 20 Euro pro Packung hält er für angemessen. Er sucht Unterstützung in Deutschland.

Paul Blokhuis, der niederländische Staatssekretär für Gesundheit, fordert europaweit deutlich höhere Tabakpreise. „Wenn es nach mir geht, kann der Preis für eine Packung Zigaretten auf 20 Euro steigen“, sagte der Politiker der konservativen Partei Christenunion (CU) in einem am Samstag veröffentlichten Interview der Zeitung „Trouw“.

Blokhuis wird in den Niederlanden wegen seines harten Kampfes gegen das Rauchen als als „Tabak-Ajatollah“ bezeichnet. Er will deshalb die Verdreifachung der Preise möglichst zusammen mit den anderen EU-Staaten koordinieren. „Mit der französischen Gesundheitsministerin Agnès Buzyn – einer guten Verbündeten – versuche ich, Belgien und Deutschland zu überzeugen“, erklärte er.

Der Kampf gegen den Tabakkonsum geht in ganz Europa voran. In immer mehr Ländern werden nicht nur die Tabaksteuern erhöht, sondern auch immer mehr Einschränkungen durchgesetzt. Dazu zählt auch das Rauchen an öffentlichen Plätzen wie zum Beispiel Restaurants, Bars oder Diskotheken.

Es wird erwartet, dass bereits in einigen Jahren auch Rauchverbote in der Öffentlichkeit kommen, wie sie beispielsweise bereits auf den Philippinen gelten. Dort ist der Zigarettenkonsum auf ausgewiesene Raucherzonen beschränkt, da Präsident Duterte ein strikter Tabak-Gegner ist.

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