Kühnert will SPD und Union enteignen

Kühnert will SPD und Union enteignen

Die SPD ist die reichste Partei Deutschlands. Juso-Chef Kühnert fordert die Enteignung der Partei. Auch CDU und CSU sollen ihr Parteivermögen abgeben.

BERLIN (fna) – Ganze 202 Millionen Euro an Parteivermögen besitzt die SPD und damit etwas mehr als die CDU und die CSU. Diese besitzen zusammen 195 Millionen Euro. Zu viel, wie Juso-Chef Kevin Kühnert befindet. Immerhin sei dies „Volksvermögen“, welches die Parteien „zusammengerafft“ hätten.

„Gerade die SPD und die Union haben in den letzten Jahrzehnten ein gewaltiges Vermögen zusammengerafft“, konstatiert Kühnert gegenüber der Nachrichtenagentur fna, „und sind dabei zu kapitalistischen Organisationen im Parteiengewand avanciert.“ Dies sei „untragbar, weshalb diese Parteien weitestgehend enteignet gehören.“

So hat die SPD Regional- und Lokalzeitungen, Marketing- und Werbefirmen, sowie einen eigenen Verlag mit Druckerei. Dazu macht der Immobilien- und Grundbesitz schon knapp mehr als die Hälfte des Parteivermögens aus. „Das ist viel zu viel“, so Kühnert.

„Die Parteien sollen nicht mehr als 40 Millionen Euro an Anlagevermögen besitzen dürfen“, fordert der Jungpolitiker weiter, „das sind rund 50 Cent pro Einwohner, das muss genug sein.“ Die Veräußerungsgewinne sollten, so der Juso-Chef, „in den Bau von Sozialwohnungen investiert werden.“

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