Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, hat den politischen Parteien vor dem Hintergrund des Streits um die Youtuber und ihre Angriffe auf Union und SPD geraten, sich neuen Kommunikationsformen stärker zu öffnen.

„Solche Formate wie Youtube-Videos spielen eine immer größere Rolle“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Sie zeigen an, dass in der Medienrezeption ein kultureller Wandel von erheblichem Ausmaß stattfindet.“

Krüger sagte, die klassischen Medien hätten ihre Gatekeeper-Funktion verloren: „Man kann das beklagen. Aber man kann auch Konsequenzen daraus ziehen. Die Konsequenz für die Parteien muss lauten, offensiver mit den non-linearen Formaten umzugehen.“

Auch die Grünen, die jetzt wegen des Mega-Themas Klimawandel von den Videos profitiert hätten, könnten sich nicht sicher sein, dass das für immer so bleibe, sagte der Behördenleiter: „Sie zeichnen sich nämlich auch nicht dadurch aus, dass sie offensiver mit den sozialen Medien umgehen als die anderen Parteien.

Da sticht eher die AfD hervor, der es gelungen ist, so viel Power in die sozialen Medien zu investieren wie alle anderen Parteien zusammen.“

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