Ramadan: „Zur Not müssen wir die Kinder zwangsernähren“

Ramadan: „Zur Not müssen wir die Kinder zwangsernähren“

Bundesfamilienministerin Giffey sieht den nahenden Ramadan mit Sorge. Muslimische Schulkinder müssten „zur Not“ eben zwangsernährt werden.

BERLIN (fna) – Der muslimische Fastenmonat Ramadan beginnt am Sonntag. Für Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) ist dies ein Grund zur Sorge, zumal immer wieder muslimische Kinder entkräftet während des Unterrichts zusammenbrechen und auch sonst wegen Wasser- und Nahrungsmangel unkonzentriert sind. „Das geht so nicht“, erklärt sie der Nachrichtenagentur fna, „Zur Not müssen diese Kinder während des Ramadans zwangsernährt werden.“

„Ich werde die Kinder- und Jugendämter anweisen, im ganzen Bundesgebiet die Schulen während des islamischen Fastenmonats zu überprüfen“, so Giffey. Wenn durch das Fasten geschwächte Kinder vorgefunden würden, „werden diese zusammen mit Ärzten dann dafür sorgen, dass diese wieder zu Kräften kommen. Wenn es nicht anders geht auch intravenös.“

Das Kindeswohl und die Gesundheit stünden „über religiösen Vorschriften“, erklärt die Ministerin, „deshalb werden wir mit aller Härte gegen religiöse Eiferer vorgehen, denen diese mehr Wert sind als ihre Kinder.“ Man interessiere sich ja auch nicht um das Blutspendeverbot der Zeugen Jehovas, deren Kindern man auch gegen den Willen der Eltern Blutkonserven verabreiche.

Kritik an der Linie der Familienministerin kommt von den Grünen. „Man muss die religiösen Werte der Muslime respektieren“, so Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, „das heißt auch, die Kinder eben notfalls vom Sportunterricht und anderen anstrengenden schulischen Tätigkeiten wie wandern, basteln, rechnen, lesen und schreiben in dieser Zeit freizustellen.“ Die Grünen-Politikerin sorgte erst im letzten Jahr für einen Eklat, weil sie unter anderem forderte, die Scharia zum Teil der deutschen Rechtskultur zu erklären und zudem die Deutschen dazu aufforderte, während des Ramadans auf Alkohol zu verzichten.

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