Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor hat seine Partei davor gewarnt, grüne Politik zu betreiben.

„Unüberlegte inhaltliche Anpassungen an die Grünen sind jedenfalls keine Lösung. Wir müssen zwar deutlichere Antworten in der Klimapolitik finden, aber wir dürfen uns nicht die Agenda von den Grünen diktieren lassen“, sagte Amthor dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Der 26-Jährige wies die Blitzanalyse von Mitgliedern der Parteispitze zurück, nach der ein Grund für das schlechte Abschneiden der Union der angebliche Rechtsruck der Parteijugend sei.

„Wenn man nach dem gestrigen Wahltag versucht, die Verantwortung für unsere Stimmenverluste einseitig bei der Jungen Union oder bei der Werteunion abzuladen, befeuert man dadurch erst einen Richtungsstreit, den man zu bekämpfen vorgibt“, sagte der CDU-Nachwuchspolitiker. Amthor hält es für wichtig, das Profil der Union zu schärfen.

„Wenn wir die Grünen wirklich ernst nehmen wollen, sollten wir kein falsches Verständnis für ihre Positionen vorspielen, sondern dezidiert Unterschiede herausarbeiten und grüne Widersprüche aufdecken. Wir brauchen kein Gerede für oder wider einen Rechtsruck und keine Flügelkämpfe innerhalb der Partei, sondern klare und erkennbare Positionen, die unsere Breite als Volkspartei abbilden“, sagte der CDU-Politiker.

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