Die zu hohe Aufwertung der Renten durch die Grundrente, ist der Union ein Dorn im Auge.

Nach Überzeugung von CDU/CSU führt die Grundrente nach dem Konzept der SPD zu einer überproportionalen Besserstellung von Teilzeitbeschäftigten, bevorzugt Partnerschaften nach traditionellem Rollenmodell und sorgt für deutlich höhere Aufwertungen von Renten als im Koalitionsvertrag vorgesehen.

Dies geht aus Berechnungen im Auftrag der Union hervor, die der Rheinischen Post“ vorliegen. Demnach käme ein Arbeitnehmer, der 35 Jahre lang in Teilzeit beschäftigt war und dabei im Durchschnitt 0,4 Entgeltpunkte für die Rente erworben hat, im Alter inklusive Grundrente auf 896,84 Euro.

Exakt die gleiche Summe bekäme der Arbeitnehmer, der im Niedriglohnsektor in Vollzeit durchschnittlich 0,6 Entgeltpunkte pro Jahr für die Rente gesammelt hat. Der Unterschied: Ohne Grundrente hätte der Teilzeit-Arbeitnehmer nur 448,42 Euro Rente und der Vollzeit-Niedriglöhner 672,63 Euro monatlich.

Das Rechenmodell zeigt auch, dass eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern, die 30 Jahre im Durchschnitt 0,6 Entgeltpunkte erworben hat, inklusive Grundrente auf 896,84 Euro kommt. Die gleiche Summe bekäme die zweifache Mutter mit gleicher Erwerbsbiographie und einem gut verdienenden Partner.

Die Union prangert mit ihren Berechnungen zudem an, dass Renten, „die bereits ungefähr dem durchschnittlichen Grundsicherungsbedarf im Alter entsprechen“, um ein Drittel aufgewertet würden. Im Koalitionsvertrag ist ein Aufschlag von lediglich zehn Prozent vorgesehen.

Anmerkung der Redaktion

Was einem modernen Menschen sofort auffällt, ist die Frage, warum man in der Politik nicht auf die zukünftige Arbeitswelt eingeht. Nach und nach wird sich derart viel verändern, dass man hier mit einem System aus dem 20. Jhdt scheitern muss. Durch die Digitalisierung, die eklatant voranschreiten wird, werden klassische Arbeitsplätze vernichtet. Natürlich entstehen gleichzeitig auch Arbeitsplätze, nur nicht mehr in diesem Ausmaß, wie benötigt.

Niemand – oder nur wenige – werden in Fabriken arbeiten, denn diese monotone Arbeit werden zur Gänze Roboter leisten können, das geht so noch genauer und schneller. Zur Aufsicht braucht es nur eine Handvoll Menschen. Natürlich wird es noch Handwerker geben müssen, dennoch werden viele Handwerksberufe aussterben.

Die Ubers und Amazons werden aber in noch mehr Lebensbereiche vorstoßen, hier muss man sehen, dass die Kleinunternehmer, von denen es noch viel mehr geben wird, nicht auf der Strecke bleiben. Hier muss man die internationalen Firmen gesetzlich zwingen, um die Grundbedürfnisse der Arbeitskräfte absichern zu können. Diese globalen Unternehmen dürfen nicht, nur weil sie ihre Subunternehmer nicht ausreichend bezahlen wollen, die Verantwortung auf staatliche Institutionen abwälzen.

Auch wichtig ist – mir scheint, dass diese Frage in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung bekam – zu hinterfragen, ob und in welcher Form ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“ zu finanzieren ist. Wenn hier von derzeitigen Politikern gesagt wird, dass es finanziell nicht zu stemmen sei, ist das quatsch. Tatsächlich gibt es sehr viele verschiedene Berechnungen die beides besagen, also möglich und nicht finanzierbar. Trotzdem kommen wir nicht um die Diskussion herum, denn unsere Gesellschaft muss sich in eine andere Richtung entwickeln.

Aber eines ist auch klar: ein Mensch, dem seine Grundbedürfnisse vom Staat gestillt werden, ist nicht mehr erpressbar und wer will schon so viele freie und unabhängige Menschen? Die Eliten wollen das sicher nicht.

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2 Comments

  1. Na dann möchte ich hier gerne auch ein bißchen mit pushen und den Schwarzen ausnahmsweise mal recht geben, denn unser ganzes Rentensystem ist auf Arbeitszeit und Einkommen aufgebaut und wo soll man dann die Grenze bei der Arbeitszeit ziehen, denn viele haben darunter gearbeitet, weil sie geheiratet haben, dann aber zu einem großen Teil Kinder großgezogen haben und die kann man nicht ausklammern, denn Haushalt und Kindererziehung ist auch Arbeit und leider wurde sie zumindest in früheren Zeiten noch schlechter entlohnt als mancher, der ein bescheidenes Erwerbseinkommen hatte und außerdem steht auch eine künstliche Erhöhung den Rentnern entgegen, die ein Jahr vorher aus privaten, gesundheitlichen oder anderen Gründen aufgehört haben und wenn schon, dann müssen alle unter einem bestimmten Rentenlevel erhöht werden, man müßte eine obere Bezugsgrenze einziehen und alle die darunter liegen entsprechend berücksichtigen oder wenn nicht finanzierbar, dann einfach lassen, denn ansonsten sind ja viele durch die Sozialhilfe abgedeckt und wieder andere habe vielleicht das Glück einen Ehepartner mit höherer Rente zu haben, dann wäre ja die Not nicht groß und würden sich manche nicht am Arbeitnehmer gesundsparen und das haben früher viele gemacht, dann wäre die Not des Einzelnen nicht so groß und nun sollen alle dafür bezahlen, das ist auch nicht gerecht und deshalb kann es eigentlich nur zwei Lösungen geben, die gesetzliche Rente in der jetzigen Form und dort wo es nicht reicht Aufstockung durch soziale Hilfen, alles andere wäre mehr als fragwürdig.

    1. Darum braucht es ein neues Modell insgesamt, mit dem System aus dem 20.Jhdt, das dort gepasst hat, wird man in der Arbeitswelt von morgen ….das entensystem gehört dazu , nicht weit kommen , Es ist alles sehr realitäätsfern …..man darf nicht an heute denken, sondern muss an morgen denken. Und dabei gehts nicht darum immer merh Menschen müssen mehr arbeiten und woher wir die Menschen bekommen, die dann bei uns minderwertige Jobs verrichten, das nicht .

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