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Verstaatlichungsdebatte: Kühnert will SPD-Chef werden

Juso-Chef Kevin Kühnert will Andrea Nahles an der SPD-Spitze beerben. Er habe „im Gegensatz zu dieser Proletin wenigstens sozialistische Konzepte“.

BERLIN (fna) – Kevin Kühnert, seines Zeichens Juso-Chef, hat hochtrabende politische Ambitionen. „Andrea Nahles hat ausgedient“, erklärt er der Nachrichtenagentur fna, „die SPD braucht eine personelle Verjüngung und eine klar sozialistische Neuausrichtung. Denn so kapitalistisch, wie sich die Sozialdemokraten geben, werden wir immer weiter in Richtung fünf Prozent sinken.“ Er werde dann dafür sorgen, dass sämtliche Dax-Konzerne verstaatlicht werden „und künftig für die Bevölkerung arbeiten.“

Er beklagt sich auch über den verbalen Politikstil der Parteichefin. „Ich mag zwar ein Kevin sein, doch im Gegensatz zur Andrea muss ich nicht herumpöbeln, um Gehör zu finden“, so Kühnert. „Und im Gegensatz zu dieser Proletin habe ich wenigstens sozialistische Konzepte.“ Zudem seien seine beiden abgebrochenen Studiengänge kein Problem: „Im Gegensatz zu manch anderen Politikern muss ich meine Dissertationen und Doktorarbeiten nicht guttenbergen.“

Kühnert ist sich sicher, die SPD wieder „an die Spitze zu bringen“. Seit Gerhard Schröder und den Hartz-IV-Reformen hätten die Sozialdemokraten ihre Wähler „immer wieder verraten“, beklagt er sich. „Das muss sich ändern. Unter meiner Führung werden wir zur 99,9-Prozent-Partei!“ Sämtliche Unternehmen würden dann „jene Steuern bezahlen, die sie gerechterweise auch abführen müssen.“ Ein Spitzensteuersatz von 90 Prozent sei „mehr als fair.“

Er ist sich sicher, bei der nächsten Wahl des SPD-Vorsitzenden „eine überwältigende Mehrheit der Delegierten“ für sich zu gewinnen. „A-Nahles Versagen hat die SPD beinahe ruiniert“, so der Juso-Chef abschließend, „umso wichtiger ist ein kühner Kevin.“

Bild: SPD

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