Der Vorsitzende der Werteunion in der CDU, Alexander Mitsch, warnt die Partei vor einem drohenden Schulz-Effekt.

„Solange Annegret Kramp-Karrenbauer nicht im Kanzleramt oder wenigstens im Kabinett ist, wird es keine Politikwende für Deutschland und damit auch keine Trendumkehr für die Union geben“, erklärte er im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Mitsch forderte einen Ministerposten für die CDU-Chefin: „Sie könnte etwa Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ablösen, die die desolate Lage der Bundeswehr zu verantworten hat.“ Möglich sei auch eine Rochade mit Jens Spahn, so dass die CDU-Chefin Gesundheitsministerin werden könnte.

Außerdem müsse Friedrich Merz dringend ins Kabinett eintreten, idealerweise als Wirtschaftsminister, erklärte Mitsch.

Mitsch mahnte, dass sich die CDU für einen Bruch der Großen Koalition wappnen müsse: „Wir sollten darauf vorbereitet sein, dass die SPD als Verliererin der anstehenden Landtagswahlen das Regierungsbündnis im Bund platzen lässt. Deshalb muss sich die CDU jetzt und nicht erst in ein paar Monaten Gedanken über einen geordneten Rückzug von Frau Merkel machen, statt die Frage der Spitzenkandidatur hektisch zu klären.“

Merkels Politik sieht er mit der Großen Koalition gescheitert. Zudem macht Mitsch Merkel für die heutige Misere der Union verantwortlich: „Die Kanzlerin hat mit der Aufgabe von christdemokratischen Positionen das Sinken der Union in der Wählergunst um gut zehn Prozentpunkte und die Entstehung der AfD zu verantworten.“

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1 Comment

  1. Das war doch garnicht angedacht, daß sie im inneren Politzirkel mitentscheiden kann, denn es war nichts anderes als die Gemüter zu beruhigen, geplant war es nicht, es war lediglich eine Entscheidung des Druckes innerhalb der Partei wegen und warten wir nun ab, wie sich die anstehenden Wahlen entwickeln, dann wird sie manches nicht mehr verhindern können, nicht mal mehr ihren eigenen Abgang aus dem Kanzleramt.

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