Nach dem Scheitern eines Grünen-Antrags für ein Verbot von Tabakwerbung hat der neue Ärztepräsident Klaus Reinhardt der CDU Blockadepolitik vorgeworfen.

„Wir fordern seit Jahren ein umfassendes Tabakwerbeverbot. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass sich Teile der CDU-Fraktion noch immer gegen diesen überfälligen Schritt sträuben“, sagte Reinhardt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Großflächige Werbung für Zigaretten verleitet auch und gerade junge Menschen zum Rauchen. Damit muss jetzt wirklich mal Schluss sein.“

Ein Antrag der Grünen-Fraktion auf ein Verbot für Tabakwerbeplakate war am Donnerstag im Bundestag gescheitert. Nur die FDP hatte sich den Grünen angeschlossen. Deutschland ist das letzte Land in der EU, das großflächige Werbung für Zigaretten zulässt.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Mittwoch erklärt, sie hoffe auf eine einheitliche Position ihrer Fraktion bis Ende des Jahres. Dazu sagte Ärztepräsident Reinhardt: „Ich bin der Bundeskanzlerin dankbar, dass sie sich klar und deutlich für ein Tabakwerbeverbot ausgesprochen hat.“

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