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AKK: Haben uns im Streit über Migration treiben lassen und den Klimaschutz vernachlässigt

In der Sendung „NDR 2 Life Sounds – die Musik meines Lebens“ spricht Annegret Kramp-Karrenbauer (Montag, 17. Juni,19.10 Uhr) bei Moderator Reinhold Beckmann offen über ihre Fehler der vergangenen Monate.

Die CDU-Chefin gibt zum Beispiel zu, dass die Partei viel zu spät auf das sogenannte Rezo-Video reagiert und zu lange über den am Ende nicht veröffentlichten Antwort-Clip des Jungpolitikers Philipp Amthor gestritten habe.

Dabei habe sie persönlich es auch versäumt, den Rat ihres jüngsten Sohnes Julian (21) einzuholen: „Wir haben darüber gar nicht gesprochen“, sagt sie bei NDR 2, „weil ich in dieser Phase sehr viel unterwegs war und viele Termine hatte. Deswegen habe ich kein längeres Telefonat mit meinem Sohn geführt. Hätte ich es mal tun sollen!“

Kramp-Karrenbauer räumt weiterhin ein, dass ihre Partei das bei der Europawahl entscheidende Thema Klimaschutz zu lange vernachlässigt habe – und sich statt dessen in den vergangenen Jahren von der Migrationspolitik und dem internen Streit mit der Schwesterpartei CSU habe treiben lassen: „Deswegen ist da vieles liegengeblieben und deswegen werden wir jetzt über den Sommer nachsitzen. Ich habe mir vorgenommen, in die Debatte reinzugehen – und da werde ich die Partei auch treiben.“

Authentischer aufzutreten und auf Phrasen zu verzichten, sei für Annegret Kramp-Karrenbauer wichtig, aber nicht einfach: „Dass Politiker so abgeschliffen und ausgestanzt reden, hat natürlich auch mit Lernprozessen zu tun. Man gibt ein Interview und denkt: ,Das war jetzt ganz okay‘, dann sieht man am nächsten Morgen die Schlagzeile – und ab dem nächsten Interview redet man nur noch mit einer Schere im Kopf. Nach dem Motto: ,Was könnte daraus gemacht werden?'“

Kramp-Karrenbauer weiter: „Das führt natürlich einerseits dazu, dass man sich nur noch an die Formulierungen hält, die geprüft und sicher sind. Und auf der anderen Seite führt es dazu, dass alle sagen: ,Jeder redet irgendwie das gleiche.‘ Und das macht Politik so wenig authentisch. Aber ich glaube: der Wunsch nach Authentizität ist unheimlich ausgeprägt. Allerdings ist die Bereitschaft, wenn jemand authentisch unterwegs ist, ihn in Grund und Boden zu stampfen, auch ausgeprägt.“

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Ein Kommentar

  1. Joachim Joachim 17. Juni 2019

    Der wurde vermutlich ordentlich der Kopf gewaschen, denn ihre geistigen Ausflüge hin nach rechts sind nicht nach dem Geschmack der Obermarxistin, wo diese doch mit Hilfe der grünen Marxisten das Land ihrer Väter wieder aufleben lassen will und da alte Parolen nichts mehr bringen, setzt man eben auf die Umwelttour, das klingt vernünftiger und wie man sieht fällt die Masse darauf herein und erst wenn sich garnichts mehr bewegt werden sie aufwachen, warum soll es denn heute anders sein, als in der früheren Planwirtschaft, die ein Land völlig ruiniert hat.

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