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Bad Bank: Konzernumbau bei der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank will beim geplanten Konzernumbau Risiken bei Wertpapieren in Milliardenhöhe loswerden, berichtet Sputnik. Dazu soll eine sogenannte „Bad Bank“ genutzt werden.

Mit einer „Bad Bank“ will die Deutsche Bank risikobehaftete Wertpapier auslagern. Das meldete am Sonntag die Zeitung „Financial Times“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Danach sollen vor allem lang laufende Derivate, die zuletzt kaum Ertrag abgeworfen haben, im Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro in eine interne Abwicklungseinheit (eine sogenannte „Bad Bank“) ausgelagert oder verkauft werden.

Zuletzt hatte die Bank Ende März in der Bilanz den Marktwert ihrer Derivate auf 331 Milliarden Euro beziffert – die gesamte Bilanzsumme der Bank belief sich auf 1,44 Billionen Euro. Durch die Abwicklung oder den Verkauf der Derivate im Wert 50 Milliarden Euro würde sie theoretisch Risiken minimieren. Wie Experten jedoch betonen, wäre der Effekt nicht allzu hoch.

Die Bank selbst wollte den Bericht nicht konkret kommentieren, sondern verwies auf frühere Aussagen:

„Auf der Hauptversammlung im Mai haben wir angekündigt, dass wir zusätzliche Maßnahmen ergreifen werden, um unsere Transformation zu beschleunigen und die Profitabilität nachhaltig zu steigern. Wir werden Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre und die Öffentlichkeit sobald wie möglich über die Ergebnisse informieren.“

Experten gehen davon aus, dass Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing bei der Vorlage der Halbjahreszahlen am 24. Juli seine Pläne für den dringend benötigten forcierten Umbau der Bank vorlegen wird.

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