Die neue Präsidentin des CDU-Wirtschaftsrats, Astrid Hamker, hat die Union vor „teuren Rabatten“ für die SPD gewarnt, um die Große Koalition zu erhalten.

„Die Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung, das Vorzeigeprojekt der SPD, oder andere soziale Wohltaten sind Fehler, die verhindert werden müssen“, sagte Hamker im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Nach ihren Worten ist die Wirtschaft „nervös“, weil die Bundesregierung schon seit längerer Zeit nicht für Harmonie und Zusammenarbeit stehe. „Die SPD schwächelt, und es ist fraglich, ob sie auf die Füße kommt“, beklagte Hamker. Aber auch die CDU sei herausgefordert, sich programmatisch zu erneuern und sich den Anliegen der Wirtschaft zuzuwenden.

Sie warnte die Union davor, „beim Klimaschutz übereilte Aktionen anzustoßen und dann Fehler zu machen“. Laut Hamker habe schon der Schnellausstieg aus der Kernkraft gezeigt, dass „solche Sturzgeburten dem Wirtschaftsstandort schaden“. Es sei keinem zu erklären, warum Deutschland seine weltweit sichersten Atomkraftwerke abschalte und dann Atomstrom aus dem Ausland einkaufe.

„Ein Fehler ist auch, einen Atomausstieg und einen Kohleausstieg durchzuziehen“, erklärte Hamker und verwies darauf, dass Deutschlands Industrie eine zuverlässige Energieversorgung brauche.

Astrid Hamker hob außerdem die wichtige Rolle des neuen Vizepräsidenten des Wirtschaftsrats, Friedrich Merz, hervor. Sie habe ihn als Vizepräsident vorgeschlagen, sagte sie dem „RND“. Er sei ordnungspolitisch hervorragend aufgestellt. „Wir ergänzen uns gut. Annegret Kramp-Karrenbauer tut gut daran, ihn einzubinden“, sagte Hamker mit Blick auf die CDU-Vorsitzende.

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