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Fahrlehrer kritisieren Führerschein-Pläne des Verkehrsministers

Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände kritisiert den Plan von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Autofahrer ohne eigene Fahrprüfung Motorrad fahren zu lassen.

„Die geplante Schulung ist völlig unzureichend“, sagte Dieter Quentin, der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände den Zeitungen der „Funke-Mediengruppe“. Es müsse eine umfangreiche Schulung im öffentlichen Straßenverkehr geben, vor allem auf der Landstraße.

„Denn gerade dort verunglücken viele Motorradfahrer allein durch Fahrfehler und ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer“, sagte Quentin. Der Verbandschef bezog sich damit auf Scheuers Plan, Autofahrern nach einer Schulung mit insgesamt nur fünf Stunden zu je 90 Minuten zu erlauben, ein kleines Motorrad mit bis zu 125 Kubikzentimeter Hubraum zu fahren.

Quentin sagte, die vorgesehene eine Stunde Theorie reiche überhaupt nicht aus. „Es gibt keinen Grund, dass Fahrer eines 125er-Motorrads nicht den vollen Unterricht eines Motorradfahrschülers bekommen sollen. Da gibt es keinen Unterschied.“ Die Führerscheinausbildung im Zweiradbereich habe sich bewährt. Es gebe trotzdem zu viele Unfallopfer, weshalb es falsch sei, die Standards zu senken.

In Österreich etwa gilt das schon lange. Wer den Pkw-Führerschein macht, darf Motorräder bis zu 125 Kubikzentimer fahren.

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2 Kommentare

  1. Joachim Joachim 20. Juni 2019

    Die können das ruhig kritisieren, kann man irgendwo auch verstehen, wenn man ihnen unnötigen Umsatz wegnimmt, denn die Theorie ist die gleiche und die Praxis kann man in wenigen Stunden erlernen und das kann ich belegen, weil bis 125 Kubik schon lange gefahren werden durfte mit Führerschein Klasse 3 und wer das beherrscht und Vorsicht walten läßt kann auch auf 500 Kubik und mehr umsteigen, dazu bedarf es keiner Monopolisten, wie seinerzeit bei mir, anfang der sechziger Jahre, wo der Fahrlehrer während der Fahrt seine Post sortiert hat und der damalige Prüfling schon längst fahren konnte und nur noch über die Geschwindigkeit gemaßregelt werden mußte und wie sich doch alles verändert hat und zurück zum Ursprung kann man nur empfehlen, denn diese ausufernden Vorgaben sind doch gerade bei uns das Hindernis für den Fortschritt durch eigenständiges Lernen und dort wo sie eigentlich reglementieren müßten, machen sie sich vom Acker, unabhängig davon, daß jeder für sein Tun selbst verantwortlich ist und deshalb ist diese Entscheidung richtig, auch wenn es den Broterwerb mancher stört, das ist mal halt so und hat andere auch schon getroffen.

  2. Blindleistungsträger Blindleistungsträger 21. Juni 2019

    Der theoretische Unterschied zwischen Auto und Motorrad ist doch nicht so groß. Es gelten nahezu vollständig die selben Schilder und die selben Regeln. Künftigen Motorradfahrern müsste man eigentlich nur die folgenden Regeln erklären und ihre Kenntnisnahme mit einer Unterschrift im Beisein eines Notars bestätigen lassen:
    1. Erklärung der Funktion des Tachometers und intensives Training des Ablesens.
    2. 100 km/h in geschlossenen Ortschaften ist eindeutig zu viel.
    3. Gibt es mehr als eine Spur in dieselbe Richtung, dann existiert zwischen diesen Spuren KEINE Extraspur für Motorräder. Motorradfahrer, die dennoch zwischen den Autoreihen hindurchfahren, tun dies auf eigene Gefahr und tragen zu 100% die Verantwortung für Unfälle (siehe Unterschrift der Kenntnisnahme der Regeln).
    4. An roten Ampeln muss man anhalten. Nur bei grün darf man fahren.
    5. Wer Schlangenlinien fährt gilt als betrunken und muss mit Führerscheinentzug rechnen.

    Diese paar Regeln kann man gut in einer Stunde einbimsen.

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