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Gründung eines neuen Pflegeverbandes steht an

Für die rund 1,6 Millionen Beschäftigten in der Alten- und Krankenpflege soll eine schlagkräftige Spitzenorganisation geschaffen werden, um die Interessen des Berufstandes gegenüber der Bundespolitik durchsetzen zu können.

Laut dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ wird an diesem Freitag in Berlin als Vorläufer der geplanten Bundespflegekammer die sogenannte Pflegekammerkonferenz gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die bereits existierenden Pflegekammern in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sowie der Deutsche Pflegerat als Dachverband diverser Berufsverbände.

„Die professionell Pflegenden brauchen endlich eine kraftvolle Stimme auf Bundesebene“, sagte die niedersächsische Kammerpräsidentin Sandra Mehmecke den Zeitungen. Die Vorläuferorganisation soll sich nicht nur um die Lobbyarbeit in Berlin kümmern.

Es gehe unter anderem auch darum, die von Land zu Land unterschiedlichen Berufs- und Weiterbildungsordnungen für die Pflegeberufe abzustimmen und zu harmonisieren, sagte Mehmecke.

„Damit sichern wir bundesweit eine hohe Qualität der Pflege“, sagte sie. Zudem wolle man die Bildung weiterer Landespflegekammern unter anderem in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen unterstützen. Erst wenn diese Kammern gegründet seien, solle die geplante Bundespflegekammer endgültig aus der Taufe gehoben werden.

Vorbild für die Bundespflegekammer ist die bereits 1947 gebildete Bundesärztekammer, an deren Spitze der Ärztepräsident steht.

Die Pflegekammerkonferenz soll nach den Angaben von Mehmecke nach außen zunächst aber nicht durch einen Präsidenten, sondern gleichberechtigt durch die Chefs der beteiligten Organisationen vertreten werden.

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Ein Kommentar

  1. Reiner Tiroch Reiner Tiroch 14. Juni 2019

    Garantiert sitzen dann dort weitere 50 Politiker im Vorstand, gell? die muss man ja alles durchbringen.

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