Ehemaliger Linken-Fraktionschef warnt Sozialdemokraten vor Bedeutungslosigkeit. Nahles trägt einen großen Anteil an mangelhafter Glaubwürdigkeit.

Gregor Gysi, ehemaliger Fraktionschef der Linkspartei und Europa-Chef der Linken, rät der SPD nach dem angekündigten Rückzug von Andrea Nahles dringend zur Aufkündigung der Großen Koalition. Gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärte Gysi: „Es hilft alles nichts: Die SPD muss so schnell wie möglich, also noch in diesem Jahr, die Große Koalition verlassen und versuchen, ein Gegenüber zur Union zu werden.“ Andernfalls versinke die SPD schon bald in Bedeutungslosigkeit, so Gysi weiter.

„Solange die SPD ein Anhängsel der Union bleibt, sämtlichen Militäreinsätzen der Bundeswehr, allen Rüstungsexporten auch an Diktaturen, der Agenda 2010 mit dem größten Niedriglohnsektor innerhalb der EU in Deutschland und millionenfacher prekärer Beschäftigung zustimmt und keine konsequente ökologische Nachhaltigkeit in sozialer Verantwortung zum Beispiel beim Klima anstrebt, wird sie Schritt für Schritt bedeutungsloser“, warnte der Linken-Politiker.

Auch die mangelhafte Glaubwürdigkeit der SPD sei ein Problem, so Gysi, und daran habe Parteichefin Nahles großen Anteil. „Andrea Nahles größter Fehler war meines Erachtens ihre Zustimmung zur zweiten Großen Koalition hintereinander.

Martin Schulz und sie haben nach der Wahl diese Koalition abgelehnt, um ihr dann doch wieder zuzustimmen“, so der Europa-Chef der Linken. „Deshalb klingt es auch nicht glaubwürdig, wenn Olaf Scholz jetzt erklärt, dass es eine dritte Große Koalition nacheinander nicht geben wird. In der Regel fällt die SPD dann um und macht es trotzdem“, erläuterte Gysi.

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1 Comment

  1. Das ist halt ein Spekulant, der sich mit kommunistischen Träumereien abgibt und noch daran glaubt, daß die vereinigte Linke ohne Merkel es schafft das Ruder zu übernehmen, aber das wird diesen Typen nicht gelingen, denn die geraten prozentual betrachtet in die Defensive, das hilft auch der Aufstieg der grünen Neomarxisten nichts mehr, insgesamt sind sie auf dem absteigenden Ast und das ist die frohe Botschaft für alle, die für diese Bagagen nicht sonderlich viel empfinden und demzufolge einfach abwarten, deren Zeit ist vorbei, auch wenn sie noch so zweckjubeln, das ist verständlich aber trotzdem der Beweis der unrealistischen Betrachtung und schon deshalb dürfen diese Brüder nicht das Regiment übernehmen, wollen wir gegen die Unbill des Lebens bestehen können.

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