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Kaputt, kaputter, SPD

Wie desaströs die Lage der SPD ist, zeigen die Probleme eine Nachfolge für Andrea Nahles zu finden. Niemand will das sinkende Schiff übernehmen.

Es gab Zeiten in der Bundesrepublik, da wäre es für viele gestandene Sozialdemokraten eine Ehre gewesen, in die Fußstapfen eines Willy Brandt oder eines Helmut Schmidt zu treten. Eine Ehre, die Traditionspartei zu führen und vielleicht sogar Bundeskanzler zu werden. Doch die Zeiten, in denen die SPD Stimmenanteile jenseits der 40-Prozent-Marke erzielen konnte, sind längst vorbei.

Heute, darf die SPD schon froh sein, nicht unter die Marke von 10 Prozent zu rutschen, nachdem sie bei der Bundestagswahl 2017 mit 20,5 Prozent ein historisch niedriges Ergebnis einfuhr. Selbst in der Gründungsphase der Bundesrepublik, als die Parteienlandschaft noch zersplittert war, konnte sie stets rund 30 Prozent erreichen.

Doch das 21. Jahrhundert wird die am 23. Mai 1863 von August Bebel, Wilhelm Liebknecht und Ferdinand Lasalle in Berlin gegründete Partei zu Grabe tragen. Konzepte des 19. Jahrhunderts sind eben kaum zukunftsfähig. Heute stehen wir vor der Herausforderung der Digitalisierung und Rationalisierung, der zunehmenden Anwendung von „Künstlicher Intelligenz“ und der Deindustrialisierung.

Kein Wunder also, dass niemand Andrea Nahles auf den Schleudersitz der SPD-Führung folgen möchte. Gut, der Schulz würde es ja gerne noch einmal machen, aber den will ja auch niemand haben. Aber manche Leute wollen eben auch tote Pferde reiten, so lange sie sich dadurch als tolle Cowboys darstellen können. Das kennt man ja auch von der FDP.

Die SPD liegt auf dem politischen Sterbebett und verendet an Altersschwäche. Das mögen viele der führenden Sozialdemokraten zwar noch nicht realisiert haben, da sie immerhin noch sieben der sechzehn Ministerpräsidenten in den Ländern stellen – doch wie lange noch? Grüne und AfD setzen bereits darauf, ihren Einfluss auszuweiten und die Bundesländer zu übernehmen.

Das Hauptproblem der SPD liegt aber nicht unbedingt im Führungspersonal der Partei. Es ist die Programmatik. Was bringen neue Köpfe an der Spitze, wenn sich die Sozialdemokratie nicht an die sich verändernden Gegebenheiten anpassen kann?

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