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Klöckner: Ernährungsministerin im Lobbyistengriff

Die Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Julia Klöckner hat ein Händchen für die Produktion von „Shitstorms“. Die Interessen von Bauern, Agrar- und Nahrungsmittelindustrie stehen über jenen der Konsumenten.

Mit dem jüngsten „Nestlé-Werbevideo“ aus dem Hause des „Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft“ hat sich Ministerin Julia Klöckner wieder einmal wenig Freunde gemacht. Vordergründig geht es um die Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in Fertigprodukten, doch schlussendlich wirkte das Video wie ein Werbeclip für den in der Schweiz beheimateten globalen Nahrungsmittelkonzern.

Denn anstatt sich mit der ganzen Branche und NGOs wie zum Beispiel Foodwatch zusammenzusetzen, fokussierte sich die Ernährungsministerin auf den Multi. Genauso wie sie sich in den letzten Jahren immer wieder als politische Interessenvertreterin der Agrar- und Industrielobbies zeigte.

So sind ihr die ausländischen Absatzmärkte für Lebendtiere wichtiger als das Tierwohl. Bei den Pestiziden, dem Dung und den Subventionen gilt das Motto „Bauern zuerst“. Was für die Tiere und Menschen bzw. Konsumenten gut ist, spielt keine Rolle. Man macht Politik für eine gesellschaftliche Minderheit, welche jedoch der Majorität tendenziell mehr schadet als nützt. Clientelpolitik par excellence also.

Was sich quer durch die deutschen Politik zieht – nämlich der Küngel mit Industrielobbyisten – wird in Klöckners Ministerium unverhohlen öffentlich zelebriert. Und die Wählerschaft der Union, der das Ministerium seit eh und je untersteht? Die ignoriert das und wählt weiterhin die Lobbyisten-freundliche Partei, die sich nicht um die Wählerinteressen schert.

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