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Kretschmer: „Sanktionen gegen Russland müssen weg“

Warum er es für notwendig hält, die Sanktionen gegen Russland abzuschaffen und das deutsch-russische Verhältnis zu verbessern, hat der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer erklärt. In einem Interview hat er beschrieben, wem das nutzt und warum er für Nord Stream 2 ist.

In einem Interview mit der Deutschen Presseagentur (DPA) hat der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sich dafür ausgesprochen, die Sanktionen gegen Russland zu beenden. Gleichzeitig hat er gefordert, die Beziehungen zu Moskau zu normalisieren, berichtet Sputnik.

„Wir müssen diese Sanktionen abbauen“, so Kretschmer gegenüber der DPA. „Ich hoffe sehr, dass sich beide Seiten aufeinander zu bewegen.“ Die Sanktionen sind seinen Aussagen zufolge für die sächsische und deutsche Wirtschaft ein großes Problem.

Sachsens Ministerpräsident hob hervor:

„Wenn man enge wirtschaftliche Beziehungen hat und sich im ständigen Austausch befindet, dann lassen sich auch bestehende Differenzen auf politischem Gebiet viel besser klären.“

Zugleich bezeichnete er Russland als strategischen Partner Deutschlands in Wirtschafts- und Technologietransferfragen.

„Deshalb müssen wir alles dafür tun, dass Russland seine europäische Orientierung behält und sich nicht an Partnern wie China oder Indien orientiert.“

Europa und Russland hätten jahrzehntelange Beziehungen, so Kretschmer, der hinzufügte:

„Ja, auch eine Energiepartnerschaft mit zuverlässigen Rohstofflieferungen verbindet uns“.

Er sprach sich dafür aus, das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 unbedingt umzusetzen. „Das Argument, dass der Westen sich mit Nord Stream 2 abhängig macht, stimmt so nicht“, versicherte der CDU-Ministerpräsident. „Davon kann keine Rede sein.“

Kretschmer will am Freitag am internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg teilnehmen und sich dort dafür einsetzen, die Situation zu verbessern.

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