Deutsche Polizisten haben wiederholt versucht, störende türkisch-arabische Hochzeitsparaden auf den Straßen des Landes zu stoppen. In München hat die Polizei nun den türkischen Generalkonsul um Unterstützung gebeten.

Offensichtlich gehören Autokorsos zur Ausstattung türkischer Hochzeiten: breite Reifen, dröhnende Motoren und rücksichtsloses Fahren. Türkische Brautpaare sind zu einer lebensbedrohlichen Erscheinung auf Münchens Straßen geworden, berichtet die „Junge Freiheit„.

Die Fahrer rasen mit überhöhter Geschwindigkeit und laut hupend in Konvois durch die Stadt. Sie blockieren nicht nur Autobahnen, auch Männer schießen mit Schusswaffen in die Luft. Ein hartes Vorgehen der Polizei hat bisher keine Auswirkungen auf die türkische Gemeinschaft gezeigt.

Die bayerische Polizei ist normalerweise bundesweit bekannt für ihre harten Vorgehensweisen. Vor allem im Einsatz haben sie sich einen legendären Ruf erarbeitet. Umso überraschender ist die jüngste Entwicklung, wie auch der Ton eines hochrangigen Polizeidirektors in einem Brief an den türkischen Generalkonsul Mehmet Günay bestätigt.

Der Direktor der Einsatzabteilung des Polizeipräsidiums in München sendete den Brief bereits am 25. April 2019 an den türkischen Beamten. Die Betreffzeile lautet: „Autokorsos im Zusammenhang mit türkischen Hochzeiten“.

Zunächst erläuterte der hochrangige bayerische Polizeibeamte dem türkischen Generalkonsul die polizeiliche Situation in Nordrhein-Westfalen. Insbesondere wies er auf die gefährlichen Autokolonnen hin, „die im Rahmen türkischer Hochzeitsfeiern stattfinden“ und erhebliche Sicherheitsstörungen verursachen würden. Auch in Bayern werde die Polizei seit 2018 zunehmend mit ähnlichen Themen konfrontiert, schreibt er.

In dem Brief, der mit politisch korrekten Begriffen durchsetzt ist, setzt der Polizist im vierten Absatz des Briefes wie folgt, fort:

„Selbstverständlich ist uns bewußt, daß vorgenannte Feierlichkeiten im besonderen Maße geeignet sind, eine ausgelassene Stimmung bei den jeweiligen Hochzeitsgesellschaften hervorzurufen. Gleichwohl darf aber dadurch die öffentliche Sicherheit und Ordnung in keinem Fall beeinträchtigt werden. Besonders Schußabgaben können in Anbetracht zurückliegender Terroranschläge und den daraus resultierenden Ängsten  der Bevölkerung schnell unkontrollierbare Panikreaktionen auslösen.“

Er erwähnt nicht das asoziale, lebensbedrohliche und strafbare Verhalten von Hochzeitsgästen auf der Straße. Stattdessen scheinen die Probleme eine deutsche Bevölkerung zu sein, die durch Terroranschläge zu sensibilisiert sei.

Der Brief schließt mit der Feststellung: „…und bitten Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten, positiv Einfluß auf die türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in München zu nehmen.“

Wie soll denn der Generalkonsul auf die Türken einwirken?

Ein Sprecher versicherte der „Jungen Freiheit“: „Die Münchner Polizei wird, bei allem Verständnis für Brauchtum und Tradition, derartige Gefährdungen im Straßenverkehr nicht dulden und diesbezüglich möglichst bereits vor deren Entstehung geeignete Maßnahmen ergreifen. In bestimmten Fällen kommt sogar eine Sicherstellung der genutzten Fahrzeuge in Betracht.“

Von Januar 2018 bis Mai 2019 zählte die Polizei in München rund 35 registrierte Hochzeitskorso-Einsätze. Am 21. April diesen Jahres waren es allein drei türkische Hochzeitskorsos, berichtet die Zeitung. Folge: Die Hochzeitsgesellschaft versperrte den Richard-Strauss-Tunnel, Ballerei inklusive, versteht sich.

 

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2 Comments

  1. Die Polizei „bittet“ etwas verbotenes einzudämmen.
    Wie albern ist das denn?

    1. Ja die Relaität ist leider so……:-)

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