Für eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen nach der nächsten Bundestagswahl sprechen sich 46 Prozent der Befragten aus, 39 Prozent fänden das schlecht, und 13 Prozent wäre es egal.

Das ist der größte Zuspruch für Schwarz-Grün bisher und zudem das einzige Koalitionsmodell, das von den Befragten mehr Zustimmung als Ablehnung erfährt. Von den zur Bewertung vorgelegten Dreierbündnissen fänden 34 Prozent eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grüne gut (schlecht: 47 Prozent), 30 Prozent befürworteten Rot-Rot-Grün (schlecht: 56 Prozent) und 27 Prozent eine Ampel aus SPD, FDP und Grünen (schlecht: 53 Prozent).

Auf noch weniger Gegenliebe würde mit 23 Prozent eine erneute Große Koalition (schlecht: 58 Prozent) stoßen, und die geringste Unterstützung erhielte ein Regierungsbündnis aus CDU/CSU und AfD (gut: 11 Prozent; schlecht: 82 Prozent).

Kamen direkt nach der Europawahl größere Zweifel auf, ob die jetzige Regierung aus Union und SPD bis zur nächsten Bundestagswahl 2021 halten wird, so erwartet jetzt wieder eine Mehrheit von 60 Prozent (Juni I: 47 Prozent) eine Fortführung der Großen Koalition. Gut ein Drittel (34 Prozent; Juni I: 46 Prozent) glaubt, dass sie vorzeitig zerbrechen wird.

Grüne bleiben stark

Die Grünen können ihren Rekordwert in der Politbarometer-Projektion halten. CDU/CSU und SPD bleiben auf niedrigem Niveau. Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, käme die Union weiterhin auf 27 Prozent, die SPD könnte sich leicht verbessern auf 14 Prozent (plus 1), und die Grünen erreichten erneut 26 Prozent.

Die AfD bliebe bei 13 Prozent, die FDP bei 7 Prozent, und auch die Linke erhielte unverändert 7 Prozent. Die anderen Parteien zusammen lägen bei 6 Prozent (minus 1). Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen weiterhin als einziges Zweier-Bündnis eine Mehrheit.

Top Ten: Merkel auf Platz eins

Bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung auf der Skala von +5 bis -5 liegt Angela Merkel mit einem Durchschnittswert von 1,4 (Juni I: 1,3) jetzt wieder knapp vor Robert Habeck, der auf 1,3 (Juni I: 1,3) kommt. Weiterhin kann ihn ein vergleichsweise großer Anteil der Befragten (43 Prozent) mangels Bekanntheit nicht einstufen.

Platz drei belegt Heiko Maas mit 0,8 (Juni I: 0,8) vor Olaf Scholz, der mit 0,5 (Juni I: 0,7) jetzt etwas schlechter bewertet wird, und Jens Spahn, der sich mit 0,3 (Juni I: 0,1) verbessern kann. Ebenfalls mit 0,3 (Juni I: 0,3) wird Christian Lindner eingestuft, danach Markus Söder mit 0,0 (Juni I: 0,1).

Annegret Kramp-Karrenbauer bleibt, nach ihrem Einbruch vor zwei Wochen, mit minus 0,1 (Juni I: minus 0,1) leicht im Negativbereich. Ihr folgt Horst Seehofer mit minus 0,5 (Juni I: minus 0,5). Er tauscht den Platz mit Andrea Nahles, die sich auf minus 0,5 (Juni I: minus 0,3) verschlechtert und jetzt am Ende der Liste steht.

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