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SPD-Kanzlerschaft: Scholz der Realitätsverweigerer

Wer den Zustand der SPD begreifen will, braucht sich nur die realitätsfremden Aussagen von Bundesfinanzminister Scholz ansehen. Auf FDP-Niveau von der Kanzlerschaft zu sprechen können nur Sozialdemokraten.

In den oberen Etagen der SPD scheint man das Krachen im Gebälk noch nicht vernommen zu haben. Egal wie groß die Wahlniederlagen sind und wie tief die Traditionspartei in den Umfragen auch sinkt – man glaubt immer noch daran, an die früheren Erfolge anschließen zu können. Dass sich die Zeiten geändert haben und man mit „Rezepten aus dem 19. Jahrhundert“ eben keine „Krankheiten des 21. Jahrhunderts“ heilen kann, scheint irrelevant zu sein.

So sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz dem „Stern“, dass die SPD „noch stärkste Partei werden“ könne. „Die Chance, stärkste Partei zu werden, ist bei der nächsten Bundestagswahl deutlich größer als in vielen Jahren zuvor“, so der Top-Sozialdemokrat in absoluter Realitätsverweigerung. Denn weder hat die SPD das nötige Spitzenpersonal noch ein glaubwürdiges Programm, um überhaupt noch von den Wählern ernstgenommen zu werden. Immerhin haben diese es in den letzten Jahren immer öfter überrissen, dass sie von der SPD eigentlich nur nach Strich und Faden verarscht wurden.

Eine SPD die vorgibt Politik für „den kleinen Mann“ zu machen, dabei jedoch vorrangig die Interessen der Konzerne vertritt, hat es absolut verdient, auf FDP-Niveau abzusinken. Und in etwa gleich hoch wie bei den Freidemokraten sind auch die Chancen der Sozialdemokraten, bei der nächsten Bundestagswahl stärkste Partei zu werden und den Anspruch auf den Bundeskanzler zu erheben.

Eigentlich müsste die SPD mit der unter Kipping & Co ohnehin schon sozialdemokratisierten Linken fusionieren und sich wieder zu den eigentlichen Wurzeln besinnen. Dabei müsste sie jedoch auch die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ansprechen, die in der zunehmenden Digitalisierung, Automatisierung und der Ausweitung des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz liegen. Dazu muss man eben auch historischen Ideologieballast abwerfen und diesen Schritt zur umfassenden Erneuerung nutzen.

Doch solange die SPD realitätsfremdes Spitzenpersonal wie Scholz hat, wird sie sich weiterhin in Richtung Einstelligkeit bewegen und schlussendlich zu einer Kleinpartei avancieren. Ein Schicksal, welches über kurz oder lang auch der CDU droht.

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