Das geplante freiwillige Tierwohllabel der Bundesregierung könnte am Widerstand aus der Großen Koalition scheitern.

Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet, lehnt die SPD-Bundestagsfraktion den Gesetzentwurf von Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) in seiner jetzigen Form ab. Fraktionsvize Matthias Miersch sagte dem Blatt: „Ich fordere die Bundeslandwirtschaftsministerin auf, endlich einen Gesetzentwurf für ein verpflichtendes Tierwohllabel mit Herkunftskennzeichnung vorzulegen.“

Unter Berufung auf Unionskreise schreibt das Blatt, dass es auch bei CDU und CSU die Forderung an die Ministerin gibt, statt eines freiwilligen Labels eine verpflichtende Kennzeichnung einzuführen. Miersch sagte: „Nur ein verpflichtendes Label gewährleistet, dass Produkte unserer Landwirte, die sich um das Tierwohl kümmern, klar von den Produkten zu unterscheiden sind, die ohne Berücksichtigung des Tierwohls hergestellt werden.“

Agrarministerin Klöckner hat einen Gesetzentwurf zum Tierwohllabel vorgelegt, der laut „NOZ“ Anfang Juli im Bundeskabinett beraten werden soll. Er sieht eine freiwillige Kennzeichnung zunächst für Schweinefleisch vor. Nach dem Kabinett müsste noch der Bundestag zustimmen.

Zuletzt hatten Greenpeace und die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN) gemeinsam eine verpflichtende Kennzeichnung gefordert. Die rot-schwarze Landesregierung in Niedersachsen hat zudem eine Bundesratsinitiative angekündigt, in der ein Pflichtlabel samt Herkunftskennzeichnung gefordert werden soll.

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