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Asyl statt Rente: „Ich kann mir das Leben als Rentner nicht mehr leisten“

Last updated on 13. November 2019

In Deutschland macht sich ein Phänomen breit: Immer mehr Rentner werfen ihre Pässe weg und beantragen Asyl. Sie hoffen, so mehr Unterstützung zu erhalten.

BERLIN (fna) – Heiko Fischer (73) hat sein Leben lang gearbeitet. Doch seit er vor sieben Jahren in Rente ging, hatte er nur noch zu kämpfen. „Die Miete geht jährlich stark nach oben, den Strom kann ich mir wegen der Ökosteuer kaum mehr leisten und ohne die Tafel wäre ich wohl längst schon verhungert“, so der frühere Mechanikermeister zur Nachrichtenagentur fna, „Ich kann mir das Leben als Rentner einfach nicht mehr leisten.“ Deshalb hat er sich zu einem dramatischen Schritt entschlossen.

„In unserer Seniorenrunde beim sammeln von Pfandflaschen hatten wir eine Idee“, erklärte er, „denn im Fernsehen haben wir mitbekommen, dass die Bundesregierung immer mehr Geld für die Asylbewerber bereitstellt, während wir immer mehr Steuern auf unsere Renten bezahlen müssen und auch sonst kaum mehr unsere finanziellen Verpflichtungen erfüllen können.“ Deshalb, so der rüstige Rentner, habe er sich dazu entschlossen seinen Pass wegzuwerfen und Asyl zu beantragen.

„Zuerst wollte ich einfach ein paar Diebstähle begehen oder Haschischspritzen im Stadtpark verkaufen und meinen Lebensabend bei Vollpension im Gefängnis verbringen“, so Fischer, „aber da ist kaum mehr Platz, wie sie in der Zeitung schrieben.“ Also musste eine andere Lösung her. „Da hatten wir die Idee mit dem Asylantrag.“

Sein Sohn habe ihm zum Geburtstag deshalb ein Arabisch-Wörterbuch geschenkt, „damit ich mich als verfolgter Syrer ausgeben kann. Inschallah, ich hoffe es hilft.“ Auch die Asylbewerber bei der Tafel, wo er sich wöchentlich Lebensmittel holt, unterstützen ihn tatkräftig dabei, Arabisch zu lernen. „Als ich ihnen sagte, wie ich lebe, haben sie sogar zusammengelegt um mir zu helfen“, erzählt er mit Tränen in den Augen, „ein paar von ihnen stellen mir sogar fast täglich leere Pfandflaschen vor die Wohnungstür.“ So viel Nächstenliebe hätte er sich eigentlich von der CDU erwartet.

Inzwischen plant er sogar eine „IG Asyl statt Rente“ zu gründen um den Armutsgefährdeten unter den Rentnern zu helfen. „Damit entlasten wir die von den Politikern ausgeplünderten Rentenkassen und tun der Gesellschaft etwas Gutes“, erklärt Fischer stolz. „Vielleicht bekommen wir sogar den Status der Gemeinnützigkeit, damit Spender ihre Zuwendungen von der Steuer abschreiben können.“

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