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Brüssels Gastronomie trauert um Juncker

Nachdem Ursula von der Leyen EU-Kommissionspräsidentin wurde, trauert die Brüsseler Gastronomie Jean-Claude Juncker nach.

BRÜSSEL (fna) – In Brüssel weht mittlerweile ein anderer Wind, nachdem der Luxemburger Jean-Claude Juncker von der deutschen Ursula von der Leyen als Präsident der EU-Kommission abgelöst wurde. Insbesondere die Gastronomie der Stadt bekommt dies zu spüren. „Wir mussten in den letzten Tagen Umsatzrückgänge von durchschnittlich 21 Prozent verzeichnen“, so Geert Vandenbruw, Präsident der Brüsseler Gastronomenvereinigung zur Nachrichtenagentur fna.

„Anstelle rauschender Feste in der EU-Zentrale herrscht jetzt nüchterne Trockenheit“, erklärt er. Schon der Weggang von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) habe der Gastronomenszene der belgischen Hauptstadt stark zugesetzt und Umsatzverluste von bis zu zehn Prozent verursacht, „doch mit dem Wegfall Junckers wird die Lage für einige Lokale schon existenzbedrohend.“ Im Laufe der nächsten Monate erwartet der Verband mit einem Stellenabbau von bis zu zehn Prozent in der Branche. „Das ist verheerend!“

Vandenbruw macht dafür auch die deutsche Brauereilobby verantwortlich. „Früher sahen wir auf Brüssels Straßen vielleicht 20, 30 Sattelzüge deutscher Brauereien pro Tag herumfahren, jetzt sind es schon mindestens 50“, kritisiert er, „und sie liefern direkt in die EU-Behörden.“ Dies sei „unlauterer Wettbewerb“, zumal das belgische Bier „viel besser ist als die deutsche Plörre.“

Der Brüsseler Chefgastronom macht dafür auch den bayerischen EU-Politiker Manfred Weber (CSU) dafür verantwortlich. „Offenbar war der Brauereideal ein Zugeständnis an Weber, nachdem er doch nicht Junckers Posten erhielt“, spekuliert er, „und wer weiß, vielleicht bekommt er nach Ende seiner politischen Karriere noch gut dotierte Posten in den Vorständen der deutschen Brauereien – das hätte er hier auch haben können!“

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Ein Kommentar

  1. Wilfried Schuler Wilfried Schuler

    Flintenuschi ist wie Juncker vollkommen inkompetent. Aber sie hat kein Ischias Problem. C´est la vie. Tant pis pour le vendeur du vin.
    Damit muß die Brüsseler Gastronomie nun leben.
    Die einige Chance ist, dass mehr deutsche Grüne kommen. Die fressen, die Hessen.

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