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Bundesregierung schafft religiöse Feiertage ab

Last updated on 14. November 2019

Weihnachten, Ostern, Pfingsten & Co sind ab kommenden Jahr keine gesetzlichen Feiertage mehr. Grund dafür: mangelnder Glaube.

BERLIN (fna) – Angesichts mehrerer Umfragen zum Thema Religion & Glaube in Deutschland, wonach rund zwei Drittel der Befragten in Deutschland angaben, dass dieses nur geringe oder gar keine Bedeutung für sie habe, werden Bundestag und Bundesrat wohl noch vor den Weihnachtsferien sämtliche religiösen Feiertage abschaffen. Ein entsprechender Vorschlag der Bundesregierung stößt bei fast allen Parteien auf Zustimmung.

„Zwar sind viele Menschen in Deutschland noch Mitglied einer Religionsgemeinschaft, doch zumeist nur aus Tradition“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Nachrichtenagentur fna, „deshalb werden wir die religiösen Feiertage zugunsten der deutschen Wirtschaft abschaffen und so das Bruttoinlandsprodukt wieder antreiben.“

Kritik daran, dass gerade die Christdemokraten die Abschaffung der religiösen Feiertage vorantreiben, weist sie zurück. „Das C für ‚christlich‘ ist doch genauso nur Zierde wie das D für ‚demokratisch'“, erklärte sie grinsend weiter, „das interessiert die Menschen doch gar nicht. Fragen Sie doch mal die SPD – deren S für ’sozial‘ ist doch auch nur Makulatur.“

Die SPD, die sich ohnehin als laizistische Partei versteht, unterstützt das Gesetz. „Wir haben dafür durchgesetzt, dass jeder Arbeitnehmer sieben Urlaubstage mehr im Jahr zur freien Verfügung hat“, so Vizekanzler Olaf Scholz zur fna. So könne „jeder nach seinem Gusto freinehmen. Der Christ, der Muslim, der Buddhist, der Atheist… jeder nach seinem Glauben oder Nichtglauben.“ Etwas, was auch die Grünen und die Freidemokraten unterstützen.

Für die Linke war die Abschaffung ohnehin schon „längst überfällig“. Denn „in der DDR gabs das auch nicht.“ Allerdings fordert Parteichefin Katja Kipping gegenüber der fna, „dass dafür als Entschädigung mindestens zwei Wochen Urlaub hinzukommen.“

Lediglich die AfD sträubt sich dagegen. „Unsere Vorväter sind für Führer, Volk und Vaterland in den Krieg gezogen und nun in Friedenszeiten sowas?“, kritisiert Beatrix von Storch, Mitglied des AfD-Bundesvorstands die Entscheidung. „Die AfD wird nun auch zur Alternative für Christen!“

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