Zum Inhalt springen

Erdgogan ruft Türken zur Heimkehr auf

Die Auslandstürken sollen wieder nach Hause kommen, so Präsident Erdogan, dafür könnten die Kurden ruhig nach Europa auswandern.

ANKARA (fna) – Angesichts der dramatischen demografischen Verschiebungen in der Türkei will Präsident Recep Tayyip Erdogan drastische Maßnahmen setzen. „Bereits in wenigen Jahren wird die Mehrheit der türkischen Bevölkerung aus Kurden bestehen“, warnte der türkische Staatschef gegenüber der Nachrichtenagentur fna, „weil diese rammeln wie die Kaninchen, während die echten Türken kaum noch Kinder bekommen.“

Aus diesem Grund ruft er die Auslandstürken dazu auf, wieder in die Heimat zurückzukehren. „Kehrt in den türkischen Mutterschoß zurück und bringt euer Vaterland zu neuen Höhen!“, forderte er, „dafür werden wir die Repressionen gegen die Kurden weiter verstärken, damit sie leichter Asyl in Europa beantragen können.“ Immerhin würden sich die Europäer „ohnehin mehr um Kurden und andere Terroristen kümmern, als um das stolze türkische Volk.“

Man müsse den Europäern nur zu verstehen geben, „dass den Kurden in der Türkei ein ähnliches Schicksal blühen könnte, wie damals den Armeniern“, erklärte er augenzwinkernd, „und schon öffnen sich die Herzen, die Grenzen und die Steuergeld-Kassen für die armen Verfolgten.“

Auch die „Kurdistan-Frage“ könnten die Europäer selbst lösen, so Erdogan: „Die Europäer beklagen sich ohnehin über die niedrigen Geburtenraten, da können sie doch ein fertiles Kurdistan auf ihrem eigenen Territorium gut gebrauchen.“ Die Türkei könne „umgehend zehn Millionen Kurden nach Deutschland schicken, wenn die PKK-Freunde in Berlin das möchten.“

Mehmed A. (37) aus Berlin-Neukölln findet Erdogans Angebot verlockend. „Ich habe immer für die AKP und unseren Reis gewählt“, erklärt der Mechatroniker stolz gegenüber der fna, „weil Erdogan die Türkei wieder stark gemacht hat.“ Und weiter: „Ich denke, ich werde das Rückkehrangebot annehmen.“

Auch Aisha Z. denkt darüber nach. „Als Polizistin in Berlin ist es zwar immer wieder spannend, doch in Diyabakir könnte ich viel mehr für meine Heimat tun“, so die 31-Jährige. „Wenn ich hier mal den Knüppel ziehe, sieht mich jeder immer gleich erschrocken an. Das kann mir dort nicht passieren.“

Bitte teilen:
Loading...

Sei der Erste der einen Kommentar abgibt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.