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Kassenbon-Pflicht: Drogendealer fordern Ausnahme

Last updated on 15. November 2019

Die Kassenbon-Pflicht für alle stößt auf Widerstand. Die Drogendealer in Deutschland fürchten um ihre Gewinnspanne.

BERLIN (fna) – Eigentlich ist der Kauf von Drogen in Deutschland ganz unkompliziert: Ware aussuchen, Geld in die Hand, Drogen in die Tasche, fertig. Egal ob Cannabis, Kokain, Heroin, Crystal Meth, LSD oder XTC – völlig unbürokratisch und problemlos. Doch im kommenden Jahr soll sich das ändern. Dann trifft die Kassenbon-Pflicht auch die Drogendealer.

„Das ist der pure Wahnsinn“, so Akono Okembe, Vorsitzender der Dealer-Vereinigung „High5 Berline“ zur Nachrichtenagentur fna, „wir müssen jetzt auch noch mit Registrierkassen im Görlitzer Park und anderswo herumstehen. Doch woher den Strom dafür nehmen?“ Und was noch viel schlimmer sei: „Die Leute werfen die Bons doch eh gleich wieder weg, wenn sie sich ihr Haschisch gespritzt haben…“

Okembe fordert deshalb eine Ausnahme für seine Branche. „Nutzen und Kosten stehen hierbei doch gar nicht mehr im Verhältnis“, kritisiert er, „immerhin müssten wir dann auch noch 20 Prozent Mehrwertsteuer aufschlagen und alleine für den administrativen Aufwand locker noch einmal 10 Prozent.“ Dabei sei das alles doch ein „reines Cash-Geschäft“, denn „da kommt doch niemand und zahlt für seinen Stoff mit der Kreditkarte“, so der gebürtige Nigerianer.

„Das trifft doch die armen Strichjungen mit seinem Crystal genauso wie die Politiker im Bundestag mit ihrem Kokain“, erklärte Okembe, „Da können Sie auch den Volker Beck fragen“. Deshalb sammelt die Dealer-Vereinigung bereits Unterschriften für eine Ausnahmeregelung. „Wir haben schon mehr als 500 Unterschriften nur hier in Berlin gesammelt.“

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