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Kramp-Karrenbauer: „Deutschland braucht wieder ein Afrikakorps“

Last updated on 14. November 2019

In der Debatte um eine Ausweitung der Auslandseinsätze der Bundeswehr legt Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer nach: Deutschland brauche wieder ein Afrikakorps.

BERLIN (fna) – Geht es nach Bundesverteidigungsministerin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, muss sich die deutsche Bundeswehr stärker im Ausland engagieren und so die neuen Großmacht-Ambitionen Berlins unterstreichen. „Gerade in Afrika gibt es für uns noch so viel zu tun“, erklärte sie der Nachrichtenagentur fna, „so dass die Gründung einer eigenen Einheit innerhalb der Bundeswehr dringend nötig ist.“

Die 57-Jährige, die erst im letzten Jahr „Heim ins Reich“ kehrte, als sie zur Generalsekretärin der CDU ernannt wurde, fordert deshalb: „Deutschland braucht wieder ein Afrikakorps.“ Deshalb wolle sie bis zum Ende des nächsten Jahres gleich zwei Divisionen mit jeweils 12.000 Soldatinnen und Soldaten aufstellen. „Ganz der deutschen Tradition entsprechend werden wir das Hauptquartier in Tripolis, Libyen errichten“, erklärte sie weiter.

Das seit dem NATO-Angriff 2011 nach der Ermordung von Staatschef Muammar al-Gaddafi faktisch führungslose nordafrikanische Land müsse „befriedet und gesichert“ werden, so die CDU-Politikerin. „Deutschland wird auch in Nordafrika verteidigt, welches offen wie ein Scheunentor ist.“ Nur eine Sicherung Libyens durch die Bundeswehr könne verhindern, „dass die Öleinnahmen an extremistische Gruppen fließen und weiter ungehindert Flüchtlinge und Migranten über das Mittelmeer nach Deutschland strömen.“

Unterstützung dafür erhält sie aus Ungarn. Ministerpräsident Viktor Orban erklärte, er wolle eine Brigade zur Unterstützung schicken. „Das christliche Abendland muss mit allen Mitteln verteidigt werden“, sagte er der fna, „deshalb werden wir gerne eine mechanisierte Brigade zur Unterstützung des deutschen Afrikakorps schicken.“

Matteo Salvini, der bereits plant, die Macht in Rom wieder zu erlangen, kündigte an, im Falle seines Wahlsiegs „die Bemühungen der Deutschen unterstützen“ zu wollen. Er teilte der fna mit, dass er in historischen Archiven bereits „umfangreiche Schlachtpläne zur Sicherung der Balkanroute gefunden“ habe und sich das italienische Militär „auf die Ostflanke der wartenden Invasionsstreitmacht“ konzentriere. „Jugoslawien, Albanien und Griechenland – damit kennen wir Italiener uns aus“, erklärte er.

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