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„Zeitungs-GEZ“: Bundesregierung will Presse-Unabhängigkeit fördern

Die Bundesregierung plant die Einführung einer „Zeitungs-GEZ“ in Höhe von 25 Euro monatlich zur Unterstützung der unabhängigen Presse. „Zeitungen müssen so unparteiisch wie ARD und ZDF werden“, so das Innenministerium.

BERLIN (fna) – Ab dem Jahr 2020 sollen monatlich 25 Euro an „Zeitungs-GEZ“ pro Haushalt anfallen, so neue Pläne der Bundesregierung. „Immer mehr Tageszeitungen straucheln, weil die Leserzahlen wegbrechen“, so das Bundesinnenministerium in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur fna. „Das liegt auch daran, dass die Menschen der ‚Lügenpresse‘ nicht mehr glauben.“

Aus diesem Grund sollen monatliche Gebühren wie jetzt schon für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk kommen. „Zeitungen müssen so unparteiisch wie ARD und ZDF werden“, erklärte das Ministerium und verwies auf die hohen Glaubwürdigkeitswerte bei den deutschen Medien für die Tagesschau. „Wie das Meinungsforschungsinstitut Mind Control in einer Umfrage feststellte, halten immerhin ganze 78 Prozent der 2.405 Befragten die ‚Tagesschau‘ für glaubwürdiger als die ‚Bild‘-Zeitung, welche immerhin das meistverkaufte Blatt Deutschlands ist.“

Im „Medien-Glaubwürdigkeitsindex“ liegen lediglich der „Postillon“ (83 Punkte) und der „Berliner Express“ (81 Punkte) noch vor der „Tagesschau“ (74 Punkte). Die „Bild“ liegt hierbei mit 45 Punkten weit abgeschlagen hinter „ZDF heute“ (69 Punkte), aber noch vor RTL (41 Punkte) und RTL zwei (39 Punkte). Die meisten anderen Tageszeitungen (Die Welt, FAZ, Süddeutsche & Co) halten sich mit einer Zahl von 60 bis 67 Punkten im oberen Mittelfeld.

„Mit Hilfe der neuen Zeitungs-GEZ können wir dazu beitragen, die Glaubwürdigkeit der Printmedien zu erhöhen“, so das Bundesinnenministerium. „Ziel ist es, zusammen mit den Teams von ARD und ZDF qualitativ hochwertige Inhalte zu erstellen und zudem auch möglichst viele Haushhalte immer wieder mit Gratis-Exemplaren zur unabhängigen und unparteiischen Meinungsbildung zu versorgen.“

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