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Saudi-Arabien eröffnet FKK-Strand

Saudi-Arabien will mehr ostdeutsche Touristen ins Land holen. Nun wurde ein FKK-Strand eröffnet, so das Tourismusministerium.

RIADH (fna) – Lange Zeit galt Saudi-Arabien als äußerst streng, was die Sittenpolitik anbelangt. Doch unter der Ägide von Kronprinz Mohammed bin Salman (MbS) beginnt sich das Land zunehmend zu öffnen und zu liberalisieren.

Nachdem es Frauen nun erlaubt ist, selbst ein Fahrzeug zu lenken, alleine und ohne Zustimmung ihres Halters ins Ausland zu reisen und ohne Begleitung auf die Toilette zu gehen, will Riadh nun den Tourismus ankurbeln. Ausländer sollen ihr Geld ins Königreich bringen und so für mehr Arbeitsplätze für die billigen Gastarbeiter im Land sorgen.

„Die Öffnung der Politik mit mehr Freiheiten für die Frauen war ein wichtiger Schritt zur Stärkung der saudi-arabischen Tourismusindustrie“, so Waleed ibn Hafar ibn Gulat ibn Farrah al-Emosch, Sprecher des saudi-arabischen Tourismusministeriums zur Nachrichtenagentur fna. Denn so werde sein Land auch für allein reisende Frauen als Urlaubsdestination interessant. „Bislang war das ja faktisch gar nicht möglich.“

Zwar sei es weiterhin erforderlich, dass nur verheiratete Paare auch zusammen ein Hotelzimmer nehmen dürfen, „doch dafür bieten wir unverheirateten Paaren für nur 500 US-Dollar eine Kurzzeit-Ehe nach islamischem Recht an, die bei der Einreise geschlossen und bei der Ausreise aufgelöst werden kann.“ Allerdings müssten die Urlaubsgäste dafür zuerst zum Islam konvertieren, sollten sie nicht schon Muslime sein.

„Beim Silver Sand Beach in Jeddah haben wir zudem bereits einen 400 Meter langen und 200 Meter breiten Abschnitt zum FKK-Strand erklärt“, so al-Emosch weiter, „um so vermehrt ostdeutsche Touristen anzulocken.“ Immerhin habe man Fotos von Bundeskanzlerin Angela Merkel gesehen, auf denen sie nackt an DDR-FKK-Stränden zu sehen ist. „Wir wollen so auch die bei den Ostdeutschen sehr ausgeprägten Vorurteile gegenüber dem Islam ausmerzen.“ Allerdings sei der FKK-Strand in zwei Abschnitte zur Trennung der Geschlechter getrennt, „da dies nunmal so vorgeschrieben ist.“

Bereits in den kommenden Monaten wolle man deshalb eine umfangreiche „Visit Saudi Arabia“-Werbekampagne in den neuen Bundesländern starten und man hoffe, „dass Frau Merkel einer unserer ersten Gäste unseres FKK-Strands wird, der allen nur erdenklichen Komfort bietet“.

Für besonders abenteuerlustige Touristen will man auch besondere Touren anbieten. „Wir bieten den Urlaubern für nur 700 US-Dollar auch an, an Steinigungen und Enthauptungen teilzunehmen“, erklärt al-Emosch, „und für einen kleinen Aufpreis von 300 US-Dollar dürfen sie sogar selbt ein paar Steine auf die Delinquenten werfen.“

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