Zum Inhalt springen

„Dicke müssen mehr zahlen“ – Umwelthilfe fordert persönliche CO2-Steuer

Dicke Menschen würden mehr CO2 produzieren als dünne, weshalb künftig eine CO2-Steuer auf Basis des Body-Mass-Index erhoben werden soll.

BERLIN (fna) – Geht es nach der Deutschen Umwelthilfe (DUH) soll bald schon eine persönliche CO2-Steuer in Form einer Pro-Kopf-Abgabe eingeführt werden. Diese soll sich am Body-Mass-Index (BMI) orientieren und übergewichtige Menschen stärker belasten.

„Wie eine neue Studie der US-amerikanischen The Obesity Society verdeutlicht, sorgt Übergewicht für einen höheren CO2-Ausstoß“, so DUH-Sprecher Peter Grünemann zur Nachrichtenagentur fna. „Diese Menschen essen und trinken nicht nur mehr als andere, auch beim Transport müssen die Verbrennungsmotoren mehr Leistung bringen. Das schadet dem Klima enorm.“

Die Umweltschutz-NGO fordert deshalb von der Bundesregierung geeignete Maßnahmen ein, um „einen erzieherischen Effekt bei den Menschen zu erzielen“. Und über die Brieftasche würden dies die Leute am ehesten merken.

Demnach soll für sämtliche Einwohner Deutschlands ab 14 Jahren ein jährlicher Check-up vorgeschrieben werden, bei dem den Finanzämtern über die persönliche Steuernummer der BMI mitgeteilt wird. „Bei einem BMI von unter 20 soll der Multiplikator bei 3 liegen“, so Grünemann, „so dass beispielsweise bei einer Person mit einem BMI von 18 eine jährliche CO2-Steuer von 54 Euro fällig wird.“

Bei einem BMI von 20 bis unter 30 soll der Multiplikator bei 4 liegen, bei mehr als 30 dann bei 5. „Jemand mit einem BMI von 32, also mit moderater Fettleibigkeit, müsste dann 160 Euro an CO2-Steuer im Jahr zahlen“, erklärt der DUH-Sprecher. „Das ist ein kleiner Preis dafür, dass man eine stärkere Belastung für das globale Klima darstellt.“

Grünemann kann sich auch vorstellen, dass dieses Modell auf die ganze EU ausgeweitet wird und die Einnahmen direkt einem europäischen Klimaschutzfonds zugute kommen: „Mit diesem Geld könnte man viele Projekte fördern.“ Immerhin würde alleine der deutsche Beitrag mindestens 6 Milliarden Euro jährlich betragen, EU-weit wären es noch deutlich mehr.

Bitte teilen:
Loading...

Ein Kommentar

  1. potzblitz potzblitz

    also nicht als co2 beitrag, sondern als schmerzensgeldabgabe, die alle schlanken gleich auf den lohn drauf bekommen, damit der ekelfaktor ausgeglichen ist, der einen befällt wenn man sowas ansehen muß.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.