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Mindestpreise: Anti-Preisdumping-Gesetz kommt

Lebensmittel seien zu billig, befindet die Bundesregierung. Agrarministerin Klöckner will Mindestpreise einführen.

BERLIN (fna) – Schweinehack für drei Euro das Kilo, Hühnchen für zwei Euro oder Milch für ein paar Cent pro Liter sollen bald der Vergangenheit angehören, wenn es nach der Bundesregierung geht. „Wir brauchen Mindestpreise für Lebensmittel, um so mehr Qualität und mehr Tierwohl garantieren zu können“, erklärt Bundesagrarministerin Julia Klöckner gegenüber der Nachrichtenagentur fna.

„Wer ein ordentliches Schnitzel essen möchte, soll gefälligst auch ordentlich dafür bezahlen“, so die Politikerin weiter. Deshalb müsse man auch an der Preisschraube drehen. „Neben saisonal adjustierten Mindestpreisen, die eine Lebensmittel-Mindestpreiskommission einmal im Quartal festlegen wird, werden wir auch die ermäßigte Umsatzsteuer auf Lebensmittel abschaffen“, so die CDU-Politikerin.

Die Mehreinnahmen sollen dann über eigene Fördertöpfe an die Bauern weitergegeben werden. „Damit profitieren die Landwirte gleich doppelt“, argumentiert sie, „einerseits nämlich durch höhere Verkaufspreise, andererseits durch spezielle Fördertöpfe, aus denen Biobauern und jene mit artgerechter Tierhaltung zusätzliche Gelder erhalten werden.“

Für die Ministerin ist eine ordentliche Tierhaltung wichtig. „Wenn ich ein Spanferkel auf dem Tisch liegen habe, will ich dass es noch selig lächelt und nicht ein schmerzverzerrtes Gesicht hat“, erklärt sie. Das würde ihr regelmäßig den Appetit verderben.

„Man muss beim Schnitzel oder der saftigen Hühnerbrust noch schmecken, dass das Tier ein glückliches Leben führte, bevor es für den Gaumengenuss sein Leben lassen musste“, fordert sie, „diese Glückshormone müssen drin bleiben und so zu mehr Zufriedenheit in der Bevölkerung führen.“

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