Zum Inhalt springen

Roth: „Jeder Grüne soll Flüchtlinge zu Hause aufnehmen“

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth fordert ihre Parteifreunde dazu auf, Flüchtlinge in ihren eigenen Häusern aufzunehmen.

BERLIN (fna) – Für Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) ist die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland ein Gebot der Stunde. „Da draußen herrscht so viel Leid, da müssen wir helfen, als Grüne und als humanitäre Menschen“, so die Politikerin zur Nachrichtenagentur fna. „Wer einfach tatenlos zusieht kann kein echter Grüner sein.“

Angesichts der Forderung von Parteichef Robert Habeck, Flüchtlingskinder von Lesbos aus nach Deutschland zu bringen, geht die Spitzenpolitikerin noch weiter. „Gerade weil wir Grünen so stark für Humanität und Menschenwürde eintreten, sollte jeder von uns mindestens einen Flüchtling bei sich zu Hause aufnehmen“, erklärt sie. „Viele von unseren Mitgliedern und Wählern sind besser situiert, da findet sich garantiert Platz in einem Gästezimmer oder im Ferienhaus.“

Vor allem jedoch könnte so jeder Grüne ein Zeichen gegen Rassismus, Fremdenhass und Intoleranz setzen, konstatiert sie. „Unsere Gesellschaft ist nach wie vor zu homogen und xenophob“, so Roth weiter, „das können wir nur ändern, wenn wir aktiv ein Zeichen setzen und dabei helfen, mehr Flüchtlinge zu integrieren und sie dabei zu unterstützen, in Deutschland einen Platz zu finden.“

Sie habe bereits selbst drei junge Afrikaner bei sich aufgenommen. „Ich habe vier Wohnungen in Deutschland, von denen ich drei nur gelegentlich nutze“, erklärt die Grünen-Politikerin, „deshalb habe ich mich dazu entschlossen, drei afrikanischen Flüchtlingen eine Bleibe und Unterstützung zu bieten.“ Ein Drittel ihrer Diäten ginge dafür drauf, diesen kräftigen, fertilen jungen Männern ein angenehmes Leben zu bieten.

„Ich besuche meine Schützlinge auch regelmäßig und beteilige mich aktiv am interkulturellen Austausch“, so die 64-Jährige. „Sie können sich gar nicht vorstellen, wie viel Elan und Power die haben“, erklärt sie augenzwinkernd, „da fühlt man sich in deren Gegenwart schon fast wieder dreißig Jahre jünger!“

Sie selbst zieht dabei auch gerne Parallelen zu ihrer Vergangenheit. „Ich denke mir immer, dass ich auch in einer ähnlich schwierigen Lage war. Ohne abgeschlossene Ausbildung und ohne wirkliche Chance auf eine Zukunft in Wohlstand war ich froh, auf die Grünen gestoßen zu sein“, so Roth, „ohne sie würde ich heute mit Hartz IV abgespeist und müsste auf 25 Quadratmetern hausen.“ Auch deshalb will sie ihren drei Schützlingen eine Zukunft bei den Grünen bieten.

„Sobald sie die deutsche Staatsangehörigkeit haben, werden sie aktiv in der Politik mitmischen“, erklärt sie, „weshalb ich sie bereits seit einigen Monaten ordentlich schule und ihnen die grünen Werte wortwörtlich einpeitsche.“ Und dies mache ihnen auch noch „höllischen Spaß“.

Umso wichtiger sei es, dass auch die anderen Grünen ihrem Beispiel folgen, fordert sie. „Nur so haben wir die Chance, Deutschland nachhaltig und unumkehrbar zu verändern und zu einem grünen Hort der Freude zu machen“, erklärt sie abschließend,“deshalb meine Freunde, macht es wie ich und nehmt so viele Flüchtlinge bei euch auf wie ihr nur könnt!“

Bitte teilen:
Loading...

4 Kommentare

  1. potzblitz potzblitz

    die will sich nur lustknaben ins haus holen, weil die sonst keiner mehr anfäßt.

  2. Kopfrechner Kopfrechner

    Wieviele Grüne mit Gästezimmern gibt es denn? Die Grünen haben aktuell ca. 95.000 Mitglieder. Selbst wenn da ein Drittel jeweils eine Person aufnehmen kann, wären das gerade mal knapp über 30.000 Leute. Bei knapp 1 Mio. Asylanträgen seit 2016 (in 2019 immer noch über 160.000) ist das nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein.

    • Imre Imre

      Also ich kann diesen Vorschlag nur nachdrücklich begrüßen, wenngleich mich stark verunsichert, dass dieser Aufruf erst jetzt kommt! (3,5 Jahre nach Beginn der Wanderung)
      Eine gute Gelegenheit, wieder etwas mehr Realitätssinn zu erwerben…, bei den Grünen natürlich.

  3. potzblitz potzblitz

    naja, hat aber auch sein gutes, bei dem körnerfraß den sie da vorgesetzt bekommen sterben die in 6 monaten weg. das macht dann in 1,5 jahren schon 100000 wenoger, also hat sich das asylproblem in 10 jahren erledigt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.